Polizei Hessen führt landesweit Biometrie-Lösung von Steria zur Erfassung von Fingerabdrücken ein

CeBIT: Prototyp für «Fast Identification»

(PresseBox) ( Langen, )
Die Polizei Hessen führt im Erkennungsdienst landesweit die Biometrie-Lösung FIT des europäischen IT-Dienstleisters Steria ein. Mit Hilfe dieser Lösung können Beamte daktyloskopische Daten - also Finger- und Handabdrücke - von Tatverdächtigen direkt digital aufnehmen und zügig an das Bundeskriminalamt (BKA) weiterleiten. Die Hard- und Software wird zum Ende des ersten Quartals 2005 in allen Polizeidirektionen eingeführt. Damit ist Hessen das erste Bundesland in Deutschland, das flächendeckend den digitalen Weg geht.

Die hessische Polizei arbeitet bereits seit 2000 mit der FIT-Lösung (Fingerprint Image Transmission) von Steria zur Übertragung von papierhaften Fingerabdrücken an das BKA. Im Rahmen des Projekts Erkennungsdienst Digital, das zum Ziel hat, polizeiliche Standardmaßnahmen der erkennungsdienstlichen Behandlung vollständig zu digitalisieren, wurde FIT 2004 in die neue IT-Umgebung der Polizei Hessen integriert und erste Dienststellen mit Livescan Technologie ausgestattet. Nun werden in den nächsten Wochen weitere 30 Dienststellen mit Live-Scannern ausgestattet. Damit können die Beamten des Erkennungsdienstes die Fingerabdrücke verdächtiger Personen künftig direkt digital aufnehmen und innerhalb von Sekunden weiterleiten. FIT erleichtert den Beamten vom Erkennungsdienst die Arbeit und erhöht gleichzeitig die Datenqualität.

CeBIT 2005: Polizei Hessen stellt Prototyp zur «Fast Identification» vor

Am Messestand des Landes Hessen (Halle 9, Stand C40) auf der CeBIT zeigt die hessische Polizei in diesem Jahr erstmals den Prototyp für Schnellidentifizierung von Steria. Mit diesem mobilen System - bestehend aus einer kleinen Scannereinheit in der Größe eines Taschenrechners inklusive der Software FIT - kann die Polizei schnell und ortsunabhängig Personen identifizieren. Vier vordefinierte Finger werden dafür optoelektronisch erfasst und zum automatischen Datenabgleich an die Datenbank AFIS (Automatisiertes Fingerabdruck-Identifizierungssystem) des BKA gesendet. Wird eine Übereinstimmung gefunden, wird der Treffer an einen Spezialisten, einen so genannten Daktyloskopen, weitergeleitet, der das Ergebnis überprüft und gegebenenfalls bestätigt. Im Anschluss wird das Ergebnis an die Dienststelle oder den mobilen Scanner zurückgeleitet.

«Fast Identification» ist ein Pilotprojekt des Bundesministeriums des Innern (BMI), an dem sich neben dem BKA die Polizeibehörden der Länder Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen beteiligen. Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der mobilen Fingerscanner werden in einzelnen Bereichen getestet, beispielsweise im Rahmen von sportlichen Großveranstaltungen. Dort sollen die mobilen Geräte helfen, bekannte Gewalttäter schon durch Kontrollen im Vorfeld herauszufiltern.
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