Klaus Barthelt 80 Jahre

(PresseBox) ( Erlangen, )
Am 7. Maerz 2006 wird Dr.-Ing. E.h. Klaus Barthelt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Kraftwerk Union AG (KWU) und Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG, 80 Jahre alt. Barthelt hat ueber zwei Jahrzehnte Siemens-Geschichte gepraegt und den deutschen Kraftwerksbau massgeblich vorangebracht. Unter seiner Fuehrung meisterte das Unternehmen grosse technologische und organisatorische Herausforderungen des nuklearen und des konventionellen Grosskraftwerksbaus. KWU wurde zu einem international erfolgreichen Hersteller von schluesselfertigen Kernkraftwerken und zugleich zum Pionier der heute besonders gefragten Gas- und Dampfturbinen(GUD)-Kraftwerke.

Der gebuertige Berliner Barthelt trat nach Abschluss seines Studiums im Maerz 1950 in die Siemens-Schuckertwerke AG ein, wo er mit Stabs- und Linienfunktionen in Vertrieb, Verwaltung und Grundsatzabteilungen betraut wurde. Unter anderem leitete er eine Siemens-Auslandsgesellschaft in Asien. Bei Gruendung der Kraftwerk Union AG (KWU) durch Siemens und AEG 1969 wurde er als Sprecher des Vorstands in dieses Unternehmen delegiert und war seit 1972 Vorstandsvorsitzender. Mit der 1987 erfolgten Eingliederung der KWU in die Siemens AG wurde er Leiter des nunmehrigen Unternehmensbereichs KWU und zugleich Mitglied des Siemens-Vorstands. Im Zuge der Neugliederung der Siemens AG wurde Barthelt 1989 in den neugebildeten Zentralvorstand berufen und gab die KWU-Leitung an Dr. Heinrich v. Pierer ab. Zum 1.10.1990 trat Barthelt nach mehr als vierzig Dienstjahren im Hause Siemens in den Ruhestand.

Von 1988 bis Ende 1995 war Barthelt Praesident des Deutschen Nationalen Komitees (DNK) des Weltenergierats. Dr. Barthelt erhielt 1984 von der Technischen Universitaet Braunschweig die Ehrendoktorwuerde. 1985 wurde ihm der Bayerische Verdienstorden und 1987 das Grosse Bundesverdienstkreuz verliehen.

In seine Amtszeit fielen auch strategisch bedeutsame Weichenstellungen zur Globalisierung des Geschaefts. Aus dem transatlantischen Zusammengehen der KWU und der US-Traditionsmarke Westinghouse ging der Siemens-Bereich Power Generation (PG) hervor. Siemens PG rueckte 1998 durch die Uebernahme des fossilen Kraftwerksgeschaefts von Westinghouse als "Global Player" in die Weltspitze auf. Dieser Schritt brachte dem Unternehmen zusaetzliche technologische Staerke und Innovationskraft. Gleichzeitig sicherte sich PG damit einen bedeutenden Anteil am boomenden US-Markt fuer Gasturbinen. Mit der Akquisition des Industrieturbinengeschaefts von Alstom 2003 konnte das Unternehmen vor allem seine Marktchancen in der rasch wachsenden Oel- und Gasindustrie deutlich erweitern. Heute ist Siemens PG mit einem Umsatz von rund 8,1 Mrd. EUR und weltweit 33.500 Mitarbeitern eines der fuehrenden Unternehmen im internationalen Kraftwerksgeschaeft. Rund ein Fuenftel der weltweit installierten Leistung stammt von Siemens. In den 1970er und 1980er Jahren hat Dr Barthelt als Vorstandsvorsitzender der KWU hierfuer entscheidende Grundlagen geschaffen.
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