SGS setzt Meilenstein in der Cybersicherheit

Eröffnung eines Cyberlabors

(PresseBox) ( Graz, )
Die SGS mit Sitz in Genf und die Technische Universität Graz haben das SGS Cyberlab Graz eröffnet. Damit ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Cybersecurity Campus erreicht, der zum globalen Standard in der Cybersecurity-Forschung werden soll.

Seit der Bekanntgabe der Millioneninvestition von SGS in den neuen Cyber-Campus im Februar 2019 wurden 2.500 neue intelligente Geräte pro Sekunde an das Netzwerk angeschlossen. Frankie Ng, CEO der SGS Group, erklärt: „In einer Welt, in der täglich neue Bedrohungen entdeckt werden und Ransomware zu einem Geschäftsmodell für Hacker wurde, müssen sich Unternehmen sorgfältig darauf vorbereiten, ihre Kunden und ihre Marken zu schützen."

Die Anzahl der Geräte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), von der kleinsten Komponente, wie einem Mikrocontroller, bis zum komplexesten System, wie Autos oder lebenswichtige Gemeinschaftsinfrastrukturen (wie Kernanlagen oder Gasleitungen), wird bis 2025 zwischen 50 und 200 Milliarden betragen. Branchen, Interessengruppen, Regierungen und Verbraucher arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, um diese Geräte vor Schwachstellen zu schützen und zu zertifizieren, die nach einem gemeinsamen Sicherheitsstandard entwickelt, hergestellt und vertrieben werden. SGS, das weltweit führende Inspektions-, Verifikations-, Test- und Zertifizierungsunternehmen, wird sich im neu eröffneten Cyberlab Graz der gemeinsamen Forschung und der Prüfung und Zertifizierung von Cybersicherheit widmen.

„Bei vollem Betrieb werden 400 Personen an der Prüfung und Zertifizierung in Verbindung mit der Forschung arbeiten“, sagt Sergio Lombán Lage, Vizepräsident von SGS Digital Trust Services. „Labs, wie das in Graz, das das kürzlich in Madrid eröffnete erweitert, werden Unternehmen und anderen Organisationen helfen, sich neuen Bedrohungen zu stellen und die Industrie und den öffentlichen Sektor unterstützen, solide Strategien rund um die Cybersicherheit umzusetzen.“

Die Eröffnung des SGS Cyberlab Graz erfolgt im Rahmen der Graz Security Week, die von der TU Graz und den Silicon Alps organisiert wird. Während der Woche nutzte SGS die Gelegenheit, Branchenführer und Regulierungsbehörden im Rahmen der Charter of Trust Roadshow zusammenzubringen, um über regulatorische Aspekte zu informieren und zu diskutieren. Weitere Branchengrößen waren BSI, CCN, Siemens, IBM, Atos, NXP und Telekom.

Bei der regulatorischen Diskussion wurde vor allem das Ende Juni 2019 in Kraft getretene EU-Cybersicherheitsgesetz hervorgehoben, das die EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) einrichtet und ihr ein dauerhaftes Mandat und einen erweiterten Geltungsbereich einräumt. Das Cybersicherheitsgesetz ermächtigt die ENISA, einen europaweiten Rahmen für die Cybersicherheitszertifizierung zu entwickeln und umzusetzen.

Im Rahmen dieses Programms werden verschiedene Kategorien von IKT-Produkten, -Prozessen und -Dienstleistungen an gemeinsame Sicherheitsstandards und gemeinsame Bewertungsmethoden gebunden. Eine Zertifizierung durch Dritte, wie sie SGS im Cyberlab Graz durchführt, wird nicht nur das Vertrauen der Verbraucher in IKT-Produkte stärken, sondern auch den IKT-Herstellern und -Dienstleistern ermöglichen, wichtige Anforderungen zu erfüllen, um ein grundlegendes Sicherheitsniveau in ganz Europa zu gewährleisten.

Lombán Lage fordert: „Die Unternehmen mussten sich anpassen und in mehrere Rahmenbedingungen in einem gemeinsamen Markt investieren. Auf dem Weg zu einem europaweiten Rahmen, von dem wir erwarten, dass er zum globalen Modell wird, werden genau diese Unternehmen über ein gemeinsames Vertrauenszeichen verfügen, einen klareren Weg zur Zertifizierung und ein geringeres Risikoprofil haben.“

Das Cyberlab Graz ist für SGS ein Meilenstein auf dem Weg, sich als Marktführer für Cybersicherheitsvalidierung und -testung zu etablieren. Anfang des Jahres gab das Unternehmen bereits eine Partnerschaft mit Swisscom, Vodafone und Microsoft bekannt und eröffnete in Madrid ein Competence Center für IoT.

„Unser Joint Venture mit der Technischen Universität Graz und ihren Spitzenforschern im Bereich Cybersicherheit zeigt, dass wir die Erfolgsgeschichte der letzten 140 Jahre fortsetzen und Exzellenz in Forschung, Test und Lehre vereinen“, erläutert Ng. „Wir werden weiterhin innovative Dienstleistungen entwickeln und begrüßen die Studenten der TU Graz und Industriepartner, die mit uns in diesem einzigartigen und hochmodernen Umfeld lernen und zusammenarbeiten.“

Der Campus wird SGS in die Lage versetzen, Lücken zwischen Forschung, Lehre und Praxis bei der Entwicklung von Bedrohungen der Cybersicherheit zu schließen, mit einem klaren Bezug zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Industrie. SGS wird neben Studiengängen und Ausbildungsprogrammen auch IP-freie Grundlagenforschung anbieten.

Über die TU Graz

Cybersecurity ist seit vielen Jahren ein Forschungsschwerpunkt der Technischen Universität Graz. Dieser Forschungsbereich ist Teil des Kompetenzfeldes „Informieren“ der TU Graz.
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