PresseBox
Press release BoxID: 565610 (recycle it GmbH Recycling von Informationstechnologien)
  • recycle it GmbH Recycling von Informationstechnologien
  • Steinrinnenweg 1 + 6
  • 87745 Eppishausen
  • http://www.recycle-it.de
  • Contact person
  • Dominik Scheppach
  • +49 (8266) 1046

Klarnamen-Pflicht: Datenschützer Weichert stellt Facebook Ultimatu

(PresseBox) (Hamburg, ) Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert hat Facebook ultimativ aufgefordert, die Nutzung von Pseudonymen zuzulassen. Binnen zwei Wochen soll das Unternehmen sich fügen, sonst droht ein Zwangsgeld. Facebook spricht von einer "Verschwendung von Steuergeld".

Hamburg - Zwei Wochen hat Facebook Zeit, der Verfügung des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) nachzukommen. Ansonsten droht ein Zwangsgeld in Höhe von 20.000 Euro. Die Datenschützer fordern von dem Unternehmen unter anderem, dass Schleswig-Holsteiner sich mit einem Pseudonym bei Facebook anmelden können.

Facebook besteht auf Klarnamen, ruft seine Nutzer - angeblich nur testweise - sogar dazu auf, Nutzer mit Pseudonym anzuschwärzen. Das ULD teilte am Montag mit, das deutsche Telemediengesetz schreibe eine zumutbare Nutzung mit Pseudonym vor. Außerdem soll das Unternehmen Schleswig-Holsteiner, die wegen einer Verletzung der Facebook-Klarnamenpflicht aus dem Netzwerk geworfen wurden, unverzüglich wieder aufnehmen.

Die Anordnung hat das ULD direkt nach Kalifornien an die Facebook-Zentrale geschickt. Für die Datenschützer geht es auch um die Frage, ob deutsche Datenschützer überhaupt mitzureden haben - oder ob Facebook, wie es in der Mitteilung heißt, "unbeanstandet und ohne Aussicht auf ein Ende gegen deutsches Datenschutzrecht" verstoßen könne.

Es sei Ziel der Verfügung, wird ULD-Chef Thilo Weichert zitiert, "endlich eine rechtliche Klärung herbeizuführen, wer bei Facebook verantwortlich ist und woran dieses Unternehmen gebunden ist".

Eine Facebook-Sprecherin teilte mit, man halte sich an das europäische Datenschutzrecht und an irisches Recht. "Wir sind der Ansicht, dass die Verfügungen vollkommen unbegründet und eine Verschwendung deutscher Steuergelder sind. Wir werden energisch dagegen vorgehen."

Erst am vergangenen Freitag hatte das Unternehmen eine Neuerung verkündet, die auch Weichert die Möglichkeit pseudonymer Nutzung umso dringlicher erscheinen lässt: Alle Nutzer sind künftig in jedem Fall über die interne Suche auffindbar. Zuvor konnten Facebook-Nutzer in den Privatsphäre-Einstellungen verfügen, dass nur Freunde oder Freunde von Freunden ihre Profilseite unter Eingabe ihres Namens finden konnten.

Quelle: Spiegel

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.