QIAGEN erwirbt exklusive Lizenz für Schlüsselgen PI3K

Patent der Johns Hopkins University erlaubt Entwicklung therapiebegleitender Diagnostika zur Krebsbehandlung auf Basis der PCR-Technologie

(PresseBox) ( Venlo, )
QIAGEN (NASDAQ: QGEN; Frankfurt Prime Standard: QIA) gab heute bekannt, dass seine hundertprozentige Tochtergesellschaft DxS die weltweite Exklusivlizenz für den Biomarker PI3K von der USamerikanischen Johns Hopkins Universität erworben hat, um Testverfahren auf Basis der Echtzeit- und Endpunkt-PCR-Technologie zu entwickeln. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Veränderung des PI3K-Gens ein Schlüssel-Biomarker für therapiebegleitende Diagnostika bei bestimmten Krebsbehandlungen sein kann. Die Studienergebnisse legen nahe, dass Mutationen im PI3K-Onkogen Prognosen über den Erfolg bestimmter Behandlungen von Patienten mit Lungen-, Brust- und Darmkrebs sowie anderer Krebsarten zulassen. Im Rahmen eines umfassenden Kollaborations- und Partnerschaftsprogramms arbeitet QIAGEN gemeinsam mit pharmazeutischen Unternehmen daran, PI3K-Tests als therapiebegleitende Diagnostika für künftige Krebsmedikamente zu entwickeln und zu vermarkten. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

QIAGEN vertreibt bereits einen PI3K-Test für den Einsatz zu Forschungszwecken. Dieser Test basiert auf der Echtzeit-Polymerase-Kettenraktion (RT-PCR), einer weit verbreiteten Technologie, mit der DNA-Sequenzen durch Vervielfältigung sichtbar gemacht werden. Der Test basiert auf einer speziellen Technologie, die eine sehr hohe Sensitivität garantiert und den Nachweis von Mutationen erlaubt, die selbst bei Anwendung von Sequenzierungsmethoden häufig unentdeckt bleiben.

Das Patent für Mutationen des PI3K-Gens bei humanen Krebserkrankungen war zunächst von Forschern der Johns Hopkins Universität angemeldet worden. Diese hatten den Biomarker während ihrer Evaluierung von Tyrosinkinase-Hemmern für den EGFR-Signalweg (EGFR = Epidermal Growth Factor Receptor) erforscht. Dabei hat sich gezeigt, dass diverse so genannte EGFR-Inhibitoren keine Wirksamkeit bei Krebspatienten mit Genmutationen im EGFR-Signalweg (EGFR, K-RAS, B-RAF etc.) zeigen. QIAGEN vertreibt bereits einige Tests zur Bestimmung des Mutationsstatus solcher Onkogene. Dieses Portfolio beinhaltet Tests auf Mutationen von K-RAS and B-RAF, die Vorhersagen über den potenziellen Behandlungserfolg bei metastasierendem Darmkrebs, Lungenkrebs, sowie anderen bösartigen Tumorerkrankungen erlauben. Der K-RAS Test ist CEmarkiert und zur therapiebegleitenden Nutzung mit den EGFR-Inhibitoren Vectibix® and Erbitux® zugelassen. QIAGEN plant, den Test in Kürze offiziell zur Zulassung bei der US-Aufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) einzureichen.

"Dieses Lizenzabkommen ist ein weiterer Schritt vorwärts, sowohl für QIAGEN als auch für die Anwendung neuartiger Medikamente, die auf eine breite Verfügbarkeit des notwendigen therapiebegleitenden PI3K-Tests angewiesen sind", sagte Peer M. Schatz, Vorstandsvorsitzender von QIAGEN. "Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Pharma-Partnern, Kombinationen aus Diagnostika und Medikamenten zu entwickeln die dabei helfen, die richtige Therapie für den richtigen Patienten auszuwählen. Dieses Konzept ermöglicht Krebspatienten eine bessere Behandlung und kann Gesundheitssysteme dabei unterstützen, kosteneffizient die nützlichsten Therapien anzubieten."

QIAGEN unterhält mehr als 15 Partnerschaften mit pharmazeutischen und großen Biotechnologie-Unternehmen im Bereich der personalisierten Medizin - dazu gehören AstraZeneca, Merck, Amgen, Lilly, Boehringer-Ingelheim und Pfizer. QIAGEN vertreibt etwa 20 therapiebegleitende Tests für die personalisierte Medizin und hat eine starke Entwicklungspipeline, die auf einen weiteren Ausbau dieses führenden Angebots abzielt.

Über therapiebegleitende Diagnostik

Die therapiebegleitende Diagnostik ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts der personalisierten Medizin, das es Ärzten ermöglicht, die potenzielle Wirkung von Medikamententherapien für die Patienten bereits vor Behandlungsbeginn zu bestimmen. Diese diagnostischen Tests werden zusammen mit Medikamenten für bestimmte Bevölkerungsgruppen entwickelt. Mithilfe der Tests auf spezielle genetische Variationen in Verbindung mit bestimmten Biomarkern, können Behandlungen vom medizinischen Fachpersonal so individualisiert werden, dass das bestmögliche Therapieergebnis erzielt und unnötige Behandlungen vermieden werden können.

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