Richtfest für neue Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna

(PresseBox) ( Sandersdorf-Brehna/Landau, )

Progroup AG investiert rund 500 Millionen Euro
Derzeit größtes Investitionsvorhaben in Sachsen-Anhalt
Richtungsweisend in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit


Nach nur sieben Monaten Bauzeit feiert die Progroup AG im Beisein von rund 400 Gästen aus Politik, Verwaltung, Handwerk und Industrie Richtfest für ihre neue, hochmoderne Papierfabrik in Sachsen-Anhalt.

Herzstück der neuen Fabrik ist eine der modernsten und leistungsfähigsten Papiermaschinen der Welt zur Herstellung von umweltfreundlichen und hochwertigen Wellpappenrohpapieren. Die Anlage wird über eine Jahreskapazität von 750.000 Tonnen verfügen. Das Unternehmen steigert damit seine Wellpappenrohpapierproduktion von 1,1 Millionen Tonnen auf rund 1,85 Millionen Tonnen pro Jahr.

Als der am schnellsten organisch wachsende Hersteller für Wellpappenrohpapier und Wellpappe in Europa bekennt sich Progroup klar zum Standort Deutschland. Die Investitionen von insgesamt 465 Millionen Euro machen das Projekt zum derzeit größten Investitionsvorhaben in Sachsen-Anhalt. Während in anderen Regionen Deutschlands die Beschäftigung teilweise stagniert, entstehen an diesem neuen Standort rund 150 direkte und bis zu 350 indirekte Arbeitsplätze mit hohem Zukunftspotential.

„Als familiengeführtem Unternehmen gehört es zu unserer Philosophie, langfristig und nachhaltig zu denken und zu handeln und damit Verantwortung zu übernehmen. Dieses Grundverständnis ist ausschlaggebend für eine Investition in dieser Größenordnung. Insgesamt fließen von unserer Seite rund 500 Millionen Euro in eine Anlage, die auch in 50 Jahren noch zeitgemäß produzieren soll. Als Technologieführer sind wir überzeugt von Ressourcenschonung und Umweltschutz. Als Unternehmen bieten wir darüber hinaus sichere Arbeitsplätze mit guten beruflichen Perspektiven. Denn wir tragen in hohem Maße Verantwortung für die Gesellschaft, unsere Mitarbeiter, unsere Kinder und unsere Umwelt“, hebt Jürgen Heindl, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Progroup, hervor.

Im Rahmen der Green-Hightech-Strategie, die Progroup seit Gründung konsequent verfolgt, setzt die neue Fabrik in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit höchste und zukunftsweisende Maßstäbe in der Papierindustrie. Schon das Ausgangsmaterial der Papierproduktion besteht aus 100 Prozent Altpapier, und auch das spätere Endprodukt Wellpappe lässt sich komplett wiederverwerten.

„Besonders stolz sind wir auf unsere integrierte Kreislaufwasserbehandlungs-anlage, die den Frischwassereinsatz um 80 Prozent reduziert. Damit haben sich die hohen Investitionen in ein innovatives und technologisch einzigartiges Gesamtkonzept definitiv gelohnt“, betont Maximilian Heindl, im Vorstand als Chief Development Officer unter anderem zuständig für die Realisierung der Wachstumsprojekte.

Progroup setzt damit in Zeiten des Klimawandels ein deutliches Zeichen. Die Einsparung von rund 3.750.000 Kubikmeter Frischwasser pro Jahr entspricht dem jährlichen Wasserverbrauch von rund 81.500 Personen in Deutschland[1]. Die fabrikeigene Anlage behandelt das eingesetzte Wasser und führt es in das geschlossene Kreislaufsystem der Papierproduktion zurück. Das dort erzeugte Biogas wird in der Produktion dann als Energieträger eingesetzt und unterstützt somit den nachhaltigen Einsatz von Energie. Insgesamt reduziert das Unternehmen durch den konsequenten Einsatz umweltfreundlicher Produktionsverfahren seinen CO2-Ausstoß um rund 170.000 Tonnen pro Jahr. Das entspricht den CO2-Emissionen, die rund 19.150 Einwohner in Deutschland jährlich verursachen[2].

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann wies auf die Bedeutung der Investition für das Bundesland hin: „Die dreistellige Millioneninvestition der Progroup zählt zu den größten Investitionsvorhaben in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung. Einmal mehr zeigt sich, dass sich unser Land in den vergangenen Jahren erfolgreich zu einem attraktiven, hoch modernen Industriestandort in der Mitte Europas entwickelt hat.“

Andy Grabner, Bürgermeister der Gemeinde Sandersdorf-Brehna, fügte hinzu: „Die Ansiedlung der Papierfabrik ist ein großer Erfolg, nicht nur für Sandersdorf-Brehna, sondern für die gesamte Region. Mit Progroup haben wir ein innovatives und international agierendes Unternehmen für unseren Wirtschaftsstandort gewinnen können, das schon beim Bau viele lokale Unternehmen berücksichtigt hat und später zahlreiche direkte und indirekte Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region schaffen wird.“

Im anschließenden Richtspruch wurde allen beteiligten Bauleuten für ihre Arbeit gedankt und dem weiteren Bauverlauf alles Gute gewünscht. Seit Baubeginn wurden auf dem 453.000 Quadratmeter großen Gelände in Sandersdorf-Brehna 2.800 Tonnen Stahl verbaut und rund 40.000 Kubikmeter Ortbeton gegossen. Die Fabrik wird im August 2020 ihre Produktion aufnehmen. Die neue Papiermaschine liefert der weltweit tätige Hersteller Voith Paper.
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