Röntgen-Technik aus Hamburg lässt Petras Überlebenschancen steigen

(PresseBox) ( Hamburg / Sydney, )
In dieser Woche wurde Petra, eine 13 Jahre alte Koala-Bärin aus der Sydney Wildlife World, zum Pionier bei der Diagnose per Computertomographie: Zum ersten Mal wurden hoch präzise "Innenaufnahmen" von einem Koala erstellt.

Petra leidet unter einer Erkrankung der Nasennebenhöhlen – der Fachbegriff lautet Kryptokokkose – die durch Pilze auf speziellen Eukalyptus-Sorten, der Hauptnahrung der Koalas, ausgelöst wird. Unbehandelt endet die Erkrankung für Koalas regelmäßig tödlich. Auch bei Behandlung der Krankheit waren die Erfolgsaussichten auf eine Heilung bisher stark eingeschränkt.

Durch den Einsatz eines 16-Zeilen Brilliance CT (Computertomograph), den Philips an der Veterinärklinik der Universität von Sydney installiert hat, versprechen sich die Spezialisten der Uni eine deutliche Steigerung der Behandlungserfolge.

Mark Krockenberger, Senior Dozent am Institut für Veterinärwissenschaften der Universität von Sydney und ein führender Spezialist für Infektionskrankheiten von Koalas: "Die jetzt erstellte Computertomographie wird die Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit entscheidend verändern und stellt daher ein außergewöhnliches Ereignis dar. Erstmals erhalten wir detaillierten Einblick in Nebenhöhlen und Gewebestrukturen eines lebenden Koalas. So können wir die Ausbreitung der Erkrankung exakt bestimmen und einen effektiven Behandlungsplan schnell und zielgerichtet festlegen."

Die Veterinärklinik von Sydney ist die bisher erste Tierklinik in Australien, die einen 16-Zeilen-Scanner Brilliance CT von Philips einsetzt und eine der wenigen Tierkliniken weltweit, die dieses hoch entwickelte Diagnosesystem verwendet. Bereits bei der Diagnose und Behandlung von menschlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel bei Herzleiden oder nach Unfällen mit schweren Verletzungen, hat die CT-Technologie in den letzten Jahren zu entscheidenden Fortschritten geführt. Durch den verstärkten Einsatz in der Tiermedizin erwarten Experten deutlich steigende Erfolgsraten bei der Behandlung bisher kaum oder nur schwierig zu heilender Erkrankungen.

Um CT-Bilder eindeutig einem Patienten zuzuordnen, verlangt der Tomograph übrigens immer die Eingabe von Vor- und Nachnamen des Patienten. Da Petra – wie die meisten Zootiere – keinen Nachnamen hat, wählten Sydneys Spezialisten einen pragmatischen Ansatz, um eine Fehlermeldung des Computers zu vermeiden. Vorname: Petra, Nachname: Koala.
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