Mobiler Video-Konsum stabilisiert sich auf hohem Niveau: Fast drei von fünf Videos werden im ersten Quartal 2018 auf mobilen Geräten angeschaut

Medienunternehmen haben laut Ooyala-Studie im ersten Quartal 2018 fast dreimal so viel Video Content produziert und bereitgestellt wie im Vorjahr

(PresseBox) ( Köln, )
Mehr Videos denn je werden auf mobilen Geräte angesehen. Dennoch stagniert das Wachstum der Gesamtzahl der Videoaufrufe in Q1 2018 – der Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um nur 1,8 Prozent erhöht, so der neue Ooyala Q1 2018 Global Video Index Report. Diese Steigerung entspricht einer der schwächsten in 14 beobachteten Quartalen und bedeutet zum ersten Mal auch einen Rückgang zum Vorquartals-Wert um fast 4,6 Prozent

Die wichtigsten Erkenntnisse:


58 Prozent aller Videoaufrufe weltweit erfolgten von Mobilgeräten, was einem Jahreswachstum von 1,8 Prozent entspricht - eine der geringsten Quartalssteigerungen bisher
Im ersten Quartal 2018 wurde zum ersten Mal in 14 beobachteten Quartalen ein Rückgang der mobilen Videoabrufe zum Vorquartal verzeichnet
Medienunternehmen haben in Q1 2018 fast dreimal so viel Content produziert und bereitgestellt wie in Q1 2017
Über die Hälfte der Gesamtstundenanzahl, in der Videos auf Geräten jeglicher Art konsumiert werden, entfällt auf lange Videoformate (20 Minuten und länger)
Auf Smartphones sehen 57 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Schluss an; bei Videos mit über 40 Minuten Länge sind es über 45 Prozent


Steigende Nachfrage langer Videoformate

Laut der Studie erfreuen sich längere Videos weiterhin wachsender Beliebtheit. So werden 20- bis 40-minütige Videos auf Smartphones mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent bis zum Schluss angesehen, bei über 40 Minuten langen Videos bleiben immerhin über 45 Prozent der Zuschauer bis zum Ende vor dem Bildschirm.  

Die Ergebnisse der Ooyala-Studie für andere Mobilgeräte:


Auf Tablets sahen 61 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Ende an, über 40 Minuten lange Videos werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent bis zum Ende verfolgt
Auf dem PC beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Video von 40 Minuten Länge oder mehr komplett abgespielt wird, 59 Prozent


"Zuschauer haben bei der Entscheidung zwischen Smartphone, Tablet, Desktop-PC und Co weniger klare Präferenzen als bisher. Auch stehen sie jeglicher Art von Content offener gegenüber als jemals zuvor," sagt Jim O'Neill, Principal Analyst bei Ooyala. "Bisherige Hürden wie die Menge qualitativen Contents auf einer Plattform, die Kosten eines Abonnements oder das Zuschauer-Erlebnis verloren an Bedeutung. Was jetzt wirklich zählt, ist die Verfügbarkeit: Der Konsument bevorzugt den Bildschirm, der ihm in diesem Moment am leichtesten zugänglich ist.”

Regionale Trends bei mobilen Videos

In Lateinamerika stieg die Gesamtzahl der auf mobilen Geräten abgespielten Videos im Vergleich zum letzten Quartal signifikant an, während sie in der Region Asien-Pazifik nur leicht wuchs. Dagegen gingen die Werte in EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Nord Amerika zurück.

Dennoch wurde in Nordamerika ein Gesamtwachstum von 9 Prozent (aus Sicht des Vorjahres) und von 18 Prozent (im Vergleich zum vorletzten Jahr) beobachtet, wodurch sich ein aktueller Wert von 56,6 Prozent in Q1 2018 ergibt.

Weitere Ergebnisse der Studie:


In EMEA erreichte in Q1 2018 der Anteil der mobilen Videos am Gesamtwert 58 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 22 Prozentpunkten im Vergleich zu Q1 2017 (Stand: 47,8 Prozent) beziehungsweise 39 Prozentpunkte zu Q1 2016
In Asien-Pazifik wuchs der Wert auf 60,7 Prozent an. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil an den insgesamt konsumierten Videos noch 52,3 Prozent
Lateinamerika erreichte mit einem Anteil von 59.5 Prozent den bisherigen Höchstwert der Region


Mobile-Streaming-Trend

Obwohl OTT-Provider in Q4 2017 die Gesamtzahl ihrer gestreamten Stunden bereits annähernd verdoppelt hatten, wurde in Q1 2018 sogar noch mehr Content produziert. Damit beträgt die Stundenzahl nun fast das Dreifache des Vorjahreswerts.

Die Ergebnisse im Detail:


Bei langem Content (mehr als 20 Minuten lange Videos) fand eine Steigerung um 189 Prozent statt
Bei fünf- bis 20-minütigen Video-Inhalten wuchs die Gesamtstundenanzahl um 171 Prozent
Bei kurzen Videos (weniger als fünf Minuten) wurde ein Wachstum von 178 Prozent verzeichnet


“Mobile Video Content wird von einer wachsenden Zahl von Produzenten und Distributoren aus verschiedensten Bereiche wie Sport, Nachrichten und Entertainment bereitgestellt”, fügt O’Neill hinzu. “Sie alle haben verstanden, dass man bei keiner Streaming-Strategie an Mobile Video vorbeikommt. Wer die Wichtigkeit mobiler Videos unterschätzt oder beim mobile Streaming keine ausreichend gute Qualität sicherstellt, muss mit massiven Umsatzeinbrüchen rechnen.”

Hier kann der vollständige Ooyala Q1 Global Video Index Report 2018 eingesehen werden.
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