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Press release BoxID: 398089 (Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW))
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Verleihung des Ignaz L. Lieben-Preises 2010 in der ÖAW

Am 17. Jänner 2011 werden der Ignaz. L. Lieben Preis an Robert Kralovics sowie zwei weitere Preise an Nachwuchswissenschaftler in der ÖAW überreicht

(PresseBox) (Wien, ) Robert Kralovics, Principal Investigator am CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wird für seine außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der Blutkrebsforschung mit dem Ignaz L. Lieben-Preis der ÖAW ausgezeichnet. Mit diesem Preis wird sein Beitrag zur Entdeckung der genetischen und molekularen Grundlage einer großen Gruppe chronischer myeloproliferativer Erkrankungen gewürdigt. Die Preisverleihung findet am Montag, 17. Jänner 2011, um 11.00 Uhr im Johannessaal der ÖAW (1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2) statt.

Ignaz L. Lieben-Preis: Ältester Preis der ÖAW

Der älteste Preis der ÖAW, 1863 gestiftet und nach dem verstorbenen Gründer des Bankhauses Lieben benannt, musste 1938 wegen Verfolgung der Stifterfamilie eingestellt werden. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Physikerinnen Marietta Blau und Lise Meitner sowie die beiden Nobelpreisträger Viktor Hess und Otto Loewi waren Träger des Ignaz L. Lieben-Preises. Die großzügige finanzielle Unterstützung von Isabel und Dr. Alfred Bader, selbst ein von den Nationalsozialisten aus Österreich Vertriebener, hat es ermöglicht, diesen Preis zu reaktivieren und im Jahr 2004 wieder neu auszuschreiben.

Der Preis in Höhe von $ 36.000,-- wird an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Österreich für herausragende Arbeiten auf den Gebieten der Molekularbiologie, Chemie und Physik verliehen.

Zwei weitere Preise an junge Wissenschaftler

Zwei weitere Preise, ebenfalls gestiftet von Dr. Alfred und Isabel Bader, werden für außergewöhnliche Leistungen von Nachwuchswissenschaftler(inne)n vergeben. Christoph Brenner wird mit dem Bader-Preis für Kunstgeschichte für seine Dissertation "Rubens als Erzähler" ausgezeichnet, die er am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien durchführt.

Der Bader-Preis für die Geschichte der Naturwissenschaften geht an Georg Steinhauser, der sich in seinem Forschungsprojekt mit einer Beobachtung des Chemikers Auer von Welsbach beschäftigt, der dieser keine große Bedeutung beigemessen hat: dass ein radioaktiver Stoff andere Stoffe zu radioaktiven Emissionen anregen kann.

Die beiden Preise sind mit jeweils $ 18.000,-- dotiert und werden an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, um die Ausarbeitung einer Dissertation oder eines Forschungsprojekts zu ermöglichen.

Die Stifter der Preise: Alfred und Isabel Bader

Alfred Bader, 1924 in Wien geboren, musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seinen Heimatort verlassen und konnte im Dezember 1938 mit dem ersten Kindertransport nach Großbritannien flüchten. Nach seinem Chemiestudium an der Queen's University in Kanada und an der Harvard University gründete Alfred Bader 1951 Aldrich Chemical Co. 1975 fusionierte Aldrich Chemical Co. mit dem führenden biochemischen Zulieferunternehmen Sigma in St. Louis und Alfred Bader war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1991 Vorsitzender von Sigma-Aldrich. Schon in seiner Studienzeit zeigte er großes Interesse an Kunst und Kunstgeschichte und gilt heute als einer der renommiertesten Sammler von holländischer Kunst aus dem 17. Jahrhundert.

Alfred Bader hat - in den letzten Jahren gemeinsam mit Isabel - neben den drei Preisen für die ÖAW weitere Preise und Stipendien für Studierende in Kanada, den USA, Großbritannien und der Tschechischen Republik gestiftet.

Preisverleihung am 17. Jänner 2011

Die feierliche Verleihung der Preise findet am 17. Jänner 2011 um 11:00 Uhr in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

Die Einladung finden Sie unter:
http://www.oeaw.ac.at/deutsch/aktuell/veranstaltungen/veranstaltung_13602.html

Weitere Informationen unter:
http://stipendien.oeaw.ac.at/

Informationen zu Robert Kralovics unter:
http://www.cemm.oeaw.ac.at/index.php?id=25

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