Deutsche Unternehmen verpassen Chancen internationaler Domain-Namen

Weniger als ein Drittel aller deutschen Firmen bewirbt sich für neue chinesische, japanische, arabische und russische Domain-Namen

(PresseBox) ( München, )
Die Chancen, die die nun möglichen Domain-Namen mit chinesischen, arabischen, kyrillischen oder anderen nicht-lateinischen Schriftzeichen bieten, scheinen von vielen deutschen Unternehmen verpasst zu werden: Obwohl fast vier von zehn Firmen in Deutschland (38 Prozent) wissen, dass sich mit solchen neuen Website-Adressen internationale Märkte besser adressieren lassen, hat sich weniger als ein Drittel (29 Prozent) bereits für die sogenannten IDNs (Internationalised Domain Names) beworben oder plant, dies zu tun. Das zeigen Umfragen von NetNames, dem führenden Online-Markenschutz- und Domain-Name-Management-Spezialisten, im Rahmen der internationalen Studie "Internet 2020".

Im Vergleich der großen vier Wirtschaftsnationen USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland werden Unternehmen in den USA am wahrscheinlichsten in internationale Web-Adressen investieren. Hier sagten immerhin 42 Prozent der Unternehmen, dass sie sich für mindestens einen Domain-Namen in nicht-lateinischer Schrift beworben haben oder eine solche Bewerbung planen. Großbritannien und Frankreich weisen mit jeweils 31 Prozent einen leicht höheren "IDN-Willen" unter den Unternehmen auf als Deutschland.

IDNs öffnen das Internet für Regionen mit über 2,5 Milliarden Menschen und erlauben Unternehmen, Domain-Namen in chinesischen, japanischen, arabischen und kyrillischen Schriftzeichen zu nutzen, zum Beispiel ".شبكة" (=".net" auf Arabisch), ".游戏" (=".games" auf Chinesisch und ".сайт" (=".site" auf Kyrillisch).

Gary McIlraith, CEO von NetNames, kommentiert die Bedeutung von IDNs:

"Von den 2,6 Milliarden Internet-Nutzern weltweit haben über die Hälfte eine Muttersprache, die nicht auf lateinischen Zeichen basiert. Für diese Menschen war '.com' immer ein fremder Ort."

McIlraith zu den Chancen für Unternehmen:

"IDNs werden zum natürlichen Zuhause für Websites werden, die große Teile der Menschheit ansprechen, deren Muttersprache nicht auf lateinischen Zeichen basiert. Unsere Untersuchung zeigt, dass US-Unternehmen auf dem Gebiet vorangehen, und auch viele deutsche Unternehmen die Vorteile dieser Chance noch nutzen werden."

"Für Unternehmen, die international expandieren möchten, ist die Bewerbung für eine IDN eine lohnende Investition, denn sie ermöglicht es ihnen, schnell wachsende Märkte zu erreichen und mit neuen Kunden in ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Deutsche Marken haben außerdem die Chance, als Online-Pioniere auf neuen, internationalen Märkten die Führungsrolle zu übernehmen. Für Unternehmen, die diese Länder aktiv ansteuern oder dort Handel betreiben - oder dies vielleicht in Zukunft möchten - stellen IDNs eine enorme Möglichkeit dar."
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