NABU fordert Senat auf, beim Kohlekraftwerk Moorburg die Notbremse zu ziehen

Krasse Fehlentscheidung

(PresseBox) ( Hamburg, )
Anlässlich der heute erteilten Genehmigung der Kaianlagen und des Hochwasserschutzes für das Kraftwerksgelände in Moorburg kritisiert der Naturschutzbund NABU die grundsätzliche Entscheidung des Senats für den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg. Der NABU fordert den Senat auf, jetzt noch die Notbremse zu ziehen und alles für einen Baustopp in Moorburg zu tun. Hierfür böte sich die Erhöhung der Entnahmegebühren des Kühlwassers aus der Elbe an.

"Das geplante Kraftwerk ist alles andere als eine ökologisch verträgliche Energieversorgung, wie es der Senat heute wieder behauptet", ist Rolf Bonkwald, Vorsitzender des NABU Hamburg empört. Er wertet den Senatsbeschluss als "krasse Fehlentscheidung". "Diese Steinzeittechnologie wird nicht durch ein paar Schönheitskorrekturen zu einer Zukunftstechnologie." Vielmehr verpasse Hamburg für die nächsten 40 Jahre durch die Festlegung auf die "dreckige" Energieversorgung aus Kohlekraft die nachhaltige Entwicklung der erneuerbaren Energien. "Neben dem Schaden am Klima, das dieses Kraftwerk anrichten wird, droht eine weitere gesundheitliche Belastung der Menschen in der Region", betont der NABU-Chef. "Auch wenn die Grenzwerte eingehalten bzw. unterschritten werden: Fakt ist, dass das Kohlekraftwerk eine weitere Quelle von gefährlichem Feinstaub, giftigen Schwermetallen und anderen Schadstoffen im Süderelberaum sein wird." Insgesamt erhöhe sich die Gesamtbelastung der Bürger!

"Noch ist eine Umkehr auf den Pfad der Tugend möglich", sagt Bonkwald. "Wenn er will, könnte Ole von Beust durch die Angleichung der Entnahmegebühr für das Kühlwasser an die Nachbarländer die Kosten für den Kraftwerksbetrieb verteuern. Das Kraftwerk würde sehr wahrscheinlich unrentabel." Denn für die Entnahme des Kühlwassers will die Stadt Hamburg Vattenfall gemäß der gültigen Umweltgebührenordnung einen Preis vKrafton 31 Cent je 1000 Kubikmeter (dies entspricht 1 Million Liter Elbwasser) in Rechnung stellen. Mit diesem Preis liegt Hamburg aber weit unter den Entnahmegebühren der Nachbarländer Niedersachsen (10,23 Euro je 1000 Kubikmeter) und Schleswig Holstein (7,70 Euro je 1000 Kubikmeter). Für den NABU-Chef stellt sich die Frage: "Will der Bürgermeister für die Auswirkungen des Klimawandels und die mögliche Gesundheitsgefährdung der Bürger mitverantwortlich sein? Oder stellt er die Weichen für eine umweltverträgliche Energieversorgung, die den Menschen nützt?"
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