Jubiläums-Konferenz mit Staatsministerin Ilse Aigner bietet Orientierung in der digitalen Debatte

40 Jahre MÜNCHNER KREIS: "Einmischung ausdrücklich erwünscht"

(PresseBox) ( München, )
Die Digitalisierung ist das bestimmende Thema unserer Zeit und erobert alle Bereiche des täglichen Lebens und Arbeitens. IT-Gipfel, Digitale Agenda, Internet der Dinge, Breitbandausbau oder Industrie 4.0 sind allgegenwärtig. Der MÜNCHNER KREIS und seine Mitglieder wirken hierbei seit 40 Jahren als prägender Zukunftsgestalter mit - in Bayern, Deutschland und zunehmend international. Die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, würdigte die Kontinuität dieses Engagements anlässlich des Jubiläums am 11. November in der Residenz München.

"Lange bevor die 'Digitalisierung' als Schlagwort in aller Munde war, haben sich der MÜNCHNER KREIS und seine Mitglieder bereits mit ihren Auswirkungen befasst. Heute werden fachkundige Denkanstöße stärker als je zuvor gebraucht, damit wir die Veränderungen nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten können. Ihre Themen sind meine Themen", so die Staatsministerin.

Mit großem Applaus der Mitglieder wurden die Leistungen der beiden ehemaligen Vorstandvorsitzenden Prof. Witte und Prof. Picot gewürdigt. Der neue Vorsitzende des MÜNCHNER KREIS, Prof. Michael Dowling sieht sich der Kontinuität verpflichtet, mit der seine Vorgänger ihre Ämter mit Leidenschaft ausgefüllt haben. Dowling betonte unter dem Leitsatz "Die Orientierung für die digitale Transformation" eine mutige Strategie für die kommenden zehn Jahre mit den Mitgliedern erarbeiten zu wollen. Als Symbol für diese Neuausrichtung wählte er den Kompass. Dowling stehe auch für Veränderungen ein, die es dem Verein weiterhin ermöglichen, bei der digitalen Transformation als anerkannter Vordenker zu agieren. Weiter ermutigte er dazu, stärker Position zu beziehen und den Fokus insbesondere auf die Themen Mobility, Smart Energy, intelligente Infrastrukturen und die digitale Transformation von Märkten und Unternehmen zu richten. Sein Motto dabei: "neutral aber nicht meinungslos".

Prof. Siegfried Russwurm, Mitglied des Vorstandes der Siemens AG, skizzierte, wie sich die heutige Automatisierung der Fertigungsanlagen mittels Softwaresystemen hin zur Industrie 4.0 wandeln wird. In den Fabriken der Zukunft werde das Produkt selbst ein aktives Element des vernetzten Produktionsprozesses sein. Russwurm wies darauf hin, dass gerade in dezentral gesteuerten Fabriken qualifizierte Fachkräfte benötigt würden. Für einen erfolgreichen Wandel im Zuge der Digitalisierung bedürfe es starker Kooperationen und Maßnahmen der Politik.

Die Deutsche Telekom setze zur rascheren Entwicklung des Internets der Dinge auf Partnerschaften und branchenspezifische Piloten. Datenbesitz werde künftig der entscheidende Wettbewerbsvorteil sein, sagte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Sales bei T-Systems. Datenschutz sei die andere Seite der Medaille und würde zu Recht als Risiko wahrgenommen, wenn er nicht aktiv von uns mitgestaltet wird.

Dr. Magnus Harlander, mittelständischer IT-Spezialist von der genua mbH, ermahnte seine Kollegen im Vorstand des MÜNCHNER KREIS den Mittelstand und engagierte Tüftler in die immer stärker vernetzten Prozessplanungen einzubeziehen. Denn gerade diese Marktteilnehmer stellten doch, insbesondere in den systemkritischen Sicherheitsfragen und der App-Entwicklung, das größte Innovationspotenzial. Das Werben des Vorstandes um neue Mitglieder aus den Reihen der kleinen und mittelständischen Unternehmen begrüßte Harlander außerordentlich.

Orientierung für die digitale Debatte bietet auch die heutige Fachkonferenz des MÜNCHNER KREIS "Maschinen entscheiden - vom Cognitive Computing zu autonomen Systemen".

Im September 1974 wurde der MÜNCHNER KREIS in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München von 20 Experten aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Medien mit dem Ziel gegründet, neue Informations- und Kommunikationstechnologien zu erforschen. Der gemeinnützige Verein, dem heute über 270 Mitglieder angehören, bietet seit jeher eine unabhängige Plattform, die es allen betroffenen Akteuren ermöglicht, einen Dialog auf internationaler Ebene über Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung zu führen. Der MÜNCHNER KREIS führt regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen (Zukunfts-)Themen und Fragestellungen durch, veröffentlicht Studien (Zukunftsstudie) und Positionspapiere.]Zukunftsstudie[/url]) und Positionspapiere.
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