IE Expo China 2017: Neue Marktimpulse durch Sponge Cities

(PresseBox) ( München, )

Staatliches Programm fördert Neu- und Umgestaltung der städtischen Wasserinfrastruktur in China
Bis 2030 sollen 80 Prozent der chinesischen Städte Sponge Cities sein
Sponge-City-Technologien sind erstmals ein eigenes Segment auf der Umwelttechnologiemesse IE expo China 2017


Vom 4. bis 6. Mai dieses Jahres trifft sich die internationale Umweltbranche auf der IE expo China im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC). „Als führende Fachmesse für Umwelttechnologien in Asien hat die IE expo China den Anspruch, bei der Gestaltung ihres Ausstellungsangebots stets am Puls der aktuellen Entwicklungen zu sein", unterstreicht Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, und fährt fort: „Zu diesen aussichtsreichen und tiefgreifenden Entwicklungen zählt das in China neuerdings verfolgte Konzept der Sponge Cities." Die diesjährige Ausgabe der IE expo China widmet den „Schwammstädten" und den dafür erforderlichen Technologien erstmals ein eigenes Angebotssegment. Außerdem wird das Thema auch Teil des umfangreichen Konferenzprogramms der Messe sein.

Schwere Überschwemmungen durch Oberflächenversiegelung

Hintergrund: Viele Städte in China leiden unter akutem Wassermangel – und werden zusätzlich immer wieder von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Einer der Gründe dafür ist, dass die unterirdische Stadtentwicklung, zum Beispiel das Drainage-System, nicht mit der rasanten Urbanisierung der Volksrepublik in den letzten Jahrzehnten mithalten konnte. Außerdem wurden vielfach Seen, Teiche und Kanäle in den Städten sowie stadtnahe Feuchtgebiete Opfer der Verstädterung. Unter diesen Bedingungen kann bei Starkregenereignissen oft nicht genug Wasser versickern oder anderweitig zurückgehalten werden.

Ziel: Soviel Wasser wie möglich absorbieren und speichern

Um hier gegenzusteuern, startete die chinesische Regierung im Jahr 2015 das "Schwammstadt-Programm" (Sponge City Programme). Dabei sollen die Kommunen Wohnanlagen und Bezirke mit Speichern, Filtrationsbecken und Feuchtgebieten entwickeln sowie Straßen und Gehwege mit wasserdurchlässigen Belägen ausstatten. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch moderne Abwassersysteme, entsprechend angepasste Industriegelände und öffentliche Grünflächen. Nach der Vorstellung der Planer sollen die Städte – ähnlich wie Schwämme – so viel Wasser wie möglich absorbieren und für eine zukünftige Verwendung speichern. Ein Ziel ist es, dass mindestens 70 Prozent des Regenwassers durch den Boden aufgenommen anstatt direkt in die Flüsse geleitet wird. Das Programm sieht vor, dass bis zum Jahr 2020 jede fünfte Stadt in China über eine entsprechende Infrastruktur verfügt. Bis zum Jahr 2030 soll dieser Anteil auf 80 Prozent steigen.

Jährlich mindestens 400 Millionen CNY pro Schwammstadt

Gestartet im April 2015, bezog die chinesische Zentralregierung bislang 30 Städte und Bezirke in das Programm ein. Jede dieser Kommunen erhält drei Jahre lang einen jährlichen Zuschuss von mindestens 400 Millionen Chinesischen Renminbi Yuan (annähernd 55 Millionen Euro). Laut Lu Kehua, Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Wohnungsbau und städtisch-ländliche Entwicklung (Ministry of Housing and Urban-Rural Development), gibt es bereits in 130 Städten erste Pläne zur Umwandlung in Schwammstädte.

Marktchancen auch für ausländische Anbieter

Nach Einschätzung der chinesisch-deutschen Informations-, Netzwerk- und Marketingplattform econet china eröffnet die Sponge-City-Initiative auch für ausländische Lösungsanbieter vielversprechende Marktchancen, insbesondere im Bereich der Stadtplanung und bei Wassernutzungskonzepten. Gefragt seien ferner Technologien und Komponenten zur Wasserspeicherung und -behandlung, für Abwassersysteme sowie für Bodenbeläge. Auch in der Mess-und Regeltechnik sehen die Analysten Geschäftschancen.

Über die IE expo China

Die IE expo China – presented by IFAT– ist Asiens führende Fachmesse für Umwelttechnologien: Lösungen für Wasser, Abfall, Luft und Boden. Organisator der Veranstaltung ist MMI-ZM Trade Fairs (Shanghai) Co. Ltd – ein Joint Venture aus Messe München Shanghai Co. Ltd. und Shanghai ZM International Exhibition Co. Ltd. Zur IE expo China 2016 kamen 1.303 Aussteller aus 30 Ländern und 42.208 Besucher aus 52 Ländern; die Messe belegte rund 72.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die nächste Veranstaltung findet vom 4. bis 6. Mai 2017 im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) statt. Mit der IE expo Guangzhou gibt es auch eine regionale Ausgabe der Fachmesse für den südchinesischen Markt.

IFAT weltweit

Zusätzlich zur Weltleitmesse IFAT verfügt die Messe München über eine breite Kompetenz in der Organisation weiterer, internationaler Umwelttechnologiemessen. Neben der IFAT Africa in Johannesburg organisiert die Messe München die IFAT Eurasia in Istanbul, die IFAT India in Mumbai sowie die IE expo in Shanghai und Guangzhou.

Über Shanghai ZM International Exhibition Co. Ltd (ZM)

Shanghai ZM International Exhibition Co. Ltd ist ein professionelles, in der Branche etabliertes Unternehmen mit weitreichender Erfahrung in der Organisation von großangelegten Messen und Veranstaltungen im nationalen und internationalen Rahmen. Nach der Gründung im Februar 2000 baute Shanghai ZM International Exhibition inländische Abteilungen, ein Internationales Department und die MP Zhongmao International Pte Ltd, ein neues Joint Venture in Kooperation mit der Singapore MP Group, auf. Die Shanghai ZM International Exhibition hat mit ihrem breiten Portfolio von erfolgreich organisierten und geplanten Veranstaltungen und Messen unter anderem im Bereich Umweltschutz, Wasserindustrie, Petrochemischer Industrie, Fluidtechnik, Energie, Pharmazeutik, Food & Beverages und Autoteile durchgeführt.
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