W-LAN optimiert Abläufe im Handel

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Dass W-LAN-Anwendungen (Wireless Local Area Network) und -Infrastrukturen auch im Handel nicht bloß als Ersatz von Kabelinstallationen zu verstehen sind, zeigen vielfältige neue Anwendungen unterschiedlichster Anbieter, die auf der EuroCIS 2006, Internationale Fachmesse Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnik im Handel, vom 14. bis 16. Februar dieses Jahres in Düsseldorf zu sehen sein werden. Die dort präsentierten W-LAN-Lösungen bieten neben deutlichen Arbeitserleichterungen, schnelleren Bearbeitungsprozessen und flexiblerem Personaleinsatz trotz der nötigen Investitionen nicht zuletzt auch Kostenvorteile - sowohl in der Logistik als auch in der Fläche.

Eine Bohrmaschine ist beim Aufstellen der Palette in der Sonderverkaufsfläche heruntergefallen, die Verpackung leicht beschädigt, die Maschine kann nur noch reduziert veräußert werden. Üblicherweise muss ein Verkaufsmitarbeiter jetzt ins Büro, den Artikel in der Buchhaltung preislich anpassen, ein Etikett drucken und dann wieder zurück in die Verkaufsfläche, um die B-Ware neu auszuzeichnen. Nicht so ein Mitarbeiter, welcher in einem mit W-LAN ausgestatteten Baumarkt tätig ist: Er scannt den Barcode des beschädigten Artikels mit einem mobilen Datenerfassungsgerät (MDE), auch Handheld oder Personal Store Assistant genannt, mit integriertem Scanner ein und nimmt die Herunterzeichnung vor. Der gesamte Vorgang ist über die Funkverbindung bereits in der zentralen Datenerfassung registriert. Im Idealfall druckt jetzt noch ein mobiler, am Gürtel des Mitarbeiters befestigter Drucker, das neue Etikett aus. Keine Zukunftsvision, sondern heute bereits Realität in einer deutschen Baumarktkette.

Vielfältige neue Einsatzfelder im Handel

Weitere Einsatzfelder bestehen in Warenhäusern und Verbrauchermärkten. Dort lassen sich beispielsweise Frischeprodukte, Obst oder Gemüse noch kurz vor Ladenschluss reduzieren, aber auch ganze Preisregale lassen sich bei elektronischer Preisauszeichnung (Electronic Shelf Labeling) mittels Funktechnologie zentral steuern, wie etwa unter Einsatz des RealPrice-Systems von NCR oder dem in Deutschland von Wincor Nixdorf angebotenen StoreElectronicSystem (SES). Längst sind MDE´s oder Handhelds mit W-LAN-Anbindungen, Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstellen nicht mehr dem Einsatz im Lager vorbehalten, ihr Vordringen in die Verkaufsräume ist weit fortgeschritten. Die Geräte sind kleiner, leistungsfähiger und vielseitiger geworden. CASIO´s IT 600 verfügt über ein Vollformat-Farb-LCD-Display mit Touch-Screen und optional integrierter 1-Megapixel-Digitalkamera für Platzierungsdokumentierungen, Wareneingangskontrollen oder Beschädigungsnachweise. International gültige Übertragungsprotokolle sowie hiervon abgeleitete Mittelschichtenstandards wie der pirobase Content Bus der PIRONET NDH vernetzen bestehende und zukünftige Datenquellen, Systeme und Prozesse wie Rabattaktionen mit unterschiedlichsten Peripheriegeräten wie Waagen- oder Pfandrücknahmesystemen.
Die während der Inventur vom Personal genutzten Personal Store Assistants (PSA) des Herstellers Wincor Nixdorf werden in Kundenhand zu Personal Shopping Assistants (PSA): Die persönliche Identifizierung bei Geräteaktivierung entscheidet über den jeweiligen Funktionsumfang der installierten Software. In Cash & Carry-Märkten können umsatzstarke Premiumkunden so am Lagerplatz der Ware bereits ihre Sonderkonditionen abfragen. Bei Schlangenbildung an der Kasse kann der Kassiervorgang auf die reine Zahlung beschränkt werden, da die Warenerfassung vom mobilen mit PSA bestückten Verkaufspersonal bereits im Verkaufsraum erfolgt ist und per Funk der Kasse gemeldet wurde.

Hände frei im Lager

Auch in der Lagerlogistik ist man bereits weit über die herkömmlichen klobigen und anfälligen Eingabegeräte hinaus. Die Modelle 7530 Freezer oder WorkaboutPro des Herstellers PSION TEKLOGIX erlauben den Einsatz selbst in Kühlhäusern oder auf –LKW´s. Fast noch wichtiger: Lagerarbeiter und Kommissionierer haben künftig die Hände frei. Pick by Voice heißt das neue Erfolgsrezept, das Mitarbeiter mit mobilen Rechnern am Gürtel ausstattet, die über Headset und Mikrofon per Sprachsteuerung mit ihm kommunizieren. Über das Funknetzwerk kommen neue Anweisungen aus der Zentrale, der Mitarbeiter bestätigt den Aufgabenerhalt per Spracheingabe, wird zum Lagerplatz dirigiert, packt die gewünschten Mengen und meldet beispielsweise Mindermengen. Fehlerquellen werden so deutlich minimiert, zusätzlich steigt die Arbeitssicherheit, da der Mitarbeiter sich auf seine Aufgabe konzentrieren kann und beide Hände frei hat. Bis diese im Lager bereits genutzte Technik auch in der Verkaufsfläche zum Einsatz kommt, wird aber wohl noch Zeit vergehen.

Schnittstellendefinitionen und Netzwerk-Performance

Bei allem Komfort, den W-LAN-Anwendungen bieten, bleibt ein Problem bestehen, das wohl auch der Grund dafür ist, dass flächendeckende W-LAN-Lösungen in Großmärkten heute noch die Ausnahme darstellen: Jedes neu in das Netzwerk eingewählte Gerät reduziert die Leistungsfähigkeit des gesamten Netzwerkes. Irgendwann tauschen die eingeloggten Geräte nur noch ihre Adressen aus, Anwendungen laufen langsam oder gar nicht. In großen Pilotprojekten wie dem Rheinberger FutureStore der Metro Group oder dem Moskauer Marktkauf-Warenhaus der AVA-Gruppe funken die Netzwerke daher gleich auf mehreren Frequenzen und Bandbreiten. Technisch bereits machbare Verkaufsförderungslösungen wie Flatscreens mit Werbebotschaften, die der Kunde aktivieren kann, um individuelle Kurzfilme aus dem Netzwerk zu „saugen“, würden jedoch schnell die Performance des gesamten Netzwerks in die Knie zwingen und bleiben – zumindest im Großeinsatz – vorerst noch Zukunftsmusik.

Auf dem EuroCIS Exhibitor Forum, dem täglichen Präsentationsprogramm in der Halle 1, wird ausführlich von verschiedenen W-LAN Lösungen die Rede sein. So zum Beispiel am ersten Messetag, Dienstag, 14. Februar, von 15.30 bis 16 Uhr bei einer Veranstaltung der Höft & Wessel AG zum Zusammenspiel von Mobile Handhelds und RFID. Am Donnerstag, 16. Februar, wird von 12.30 bis 13 Uhr die Bizerba GmbH zum Thema Contents am Point of Service ebenfalls auf
W-LAN-Lösungen eingehen. Der Besuch aller Veranstaltungen des EuroCIS Exhibitor Forums ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Das Programm finden Sie auf www.eurocis.com im Bereich Kongresse & Seminare.

Die EuroCIS ist von Dienstag, 14.02.2006, bis Donnerstag, 16.02.2006, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 20 €, das Zwei-Tages-Ticket 35 €. Studenten und Auszubildende zahlen 10 €. Bei Vorbestellung und Registrierung unter www.eurocis.com reduziert sich der Preis des Tagestickets auf 15 € sowie des Zwei-Tages-Tickets auf 27 €, plus jeweils Versandgebühr. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Personennahverkehrs (VRR). Weitere Informationen rund um die EuroCIS erhalten Sie im Internet unter www.eurocis.com.
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