Das Service-Jahrhundert – Konzernzentralen bekommen mittelständische Strukturen

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
www.ne-na.de - Die Ankündigung von Daimler-Chrysler, 6000 Verwaltungsmitarbeiter abzubauen, ist nach Ansicht von York Dietrich, Senior Manager der Stratley AG http://stratley.com, nur Vorbote einer Entwicklung, die auch andere Unternehmen erreicht habe und erreichen werde. Die Konzernzentralen von morgen würden zu reinen Steuerungseinheiten, die mit oft nur 100 bis 200 Mitarbeitern ein Portfolio von operativen Geschäftseinheiten und mehr oder weniger verselbständigten Serviceeinheiten organisieren und steuern. Konzernkarriere definiere sich damit künftig nicht mehr über den Aufstieg in der Hierarchie und die Kontrolle über möglichst viele Mitarbeiter. „Manager von morgen werden zu Unternehmern im Unternehmen, die interne und externe Serviceeinheiten steuern können. Sie organisieren ein Portfolio von operativen Geschäftseinheiten, das sich ständig durch Investitionen und Verkäufe verändert. Geschäftseinheiten werden an ihrem finanziellen Ergebnis gemessen und haben ein hohes Maß an unternehmerischer Autonomie. Dazu gehört auch, daß sie nicht nur die Kernfunktionen wie Produktion und Vertrieb, sondern auch geschäftsnahe Serviceeinheiten, die früher zentral waren, bei sich integrieren. Indem sie die Dienstleistung auf ihren Bedarf zuschneiden, entstehen oft schlanke, mittelständische Strukturen, denn die Größenvorteile zentraler Services sind bei näherem Hinsehen oft nicht vorhanden“, schreibt Dietrich in der FAZ http://www.faz.net.

Nicht ohne Grund versuchten nach Erfahrungen von Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a & o-Gruppe http://www.ao-services.de, stark expandierende Firmen wie Google ihren Start-up-Spirit zu bewahren, in dem sie in ihrer Arbeitsorganisation auf kleine Teams mit maximal drei bis fünf Mitarbeitern setzen und ein hohes Maß an Eigen- und Ergebnisverantwortung einräumen. „Da Google nicht über die übliche mittlere Führungsebene verfügt, existiert die hierarchische Struktur traditioneller Konzerne hier nicht. Google adaptiert also eine mittelständische Firmenkultur“, so Müller. In den schlanken, „mittelständischen" Geschäftseinheiten werde der spezialisierte Experte durch einen eher multifunktionalen Servicemitarbeiter ersetzt.

„Um die Konzernzentrale und das mehr oder weniger stabile Portfolio von Kerngeschäften gruppieren sich in mehreren Ringen die Serviceeinheiten. Das Bild stammt aus dem Portfoliomanagement, dessen Grundgedanken auf die Servicefunktionen übertragen werden. Ihre Eingruppierung hängt davon ab, inwieweit der Konzern sie längerfristig als Kernfunktion betrachtet. Sie spiegelt die Eigentumsverhältnisse und die Marktformen wider: je enger am Kerngeschäft, desto größer die Kontrolle durch den Konzern, desto stärker reglementiert der Markt. An Serviceeinheiten oder -gesellschaften, die vollständig zum Konzern gehören, schließen sich Joint-ventures mit externen Dienstleistern an. Es folgen outgesourcte Einheiten, die exklusiv für den Konzern arbeiten, und ganz außen schließlich externe Dienstleister, die ihre Leistung am freien Markt anbieten“, erklärt Dietrich.

Das Outsourcing an externe Dienstleister sei zudem der konsequente nächste Schritt. „Neben den mehr oder weniger verselbständigten Services verbleiben im Konzern Kernmannschaften zur Steuerung der in- und externen Dienstleister. Ihre Größe kann durchaus in die Hunderte gehen, denn sie erbringen auch solche Leistungen, die aus Gründen der Sicherheit, Qualität und Kontrolle nicht ausgelagert werden. So hat es in der Informationstechnologie in den letzten Jahrzehnten mehrfach eine Verschiebung der Schnittstelle zwischen eigenerbrachten und zugekauften Leistungen gegeben. Vorreiter im Bereich der Industrie waren unter anderen Daimler-Chrysler und Continental“, so Dietrich.
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