McAfee-Trendprognose: Online-Risiken 2009

Wirtschaftskrise als Triebkraft für Cyberkriminelle

(PresseBox) ( Unterschleißheim, )
McAfee hat seine Prognose der Online-Risiken für 2009 vorgelegt. Als vorherrschenden Trend des Jahres identifiziert der Sicherheitsspezialist das Bestreben, aus der Wirtschaftskrise Gewinn zu schlagen und Internetnutzer unter Vorspiegelung falscher Finanztransaktionen, erfundener Investmentfirmen und vorgetäuschter Rechtsberatung über den Tisch zu ziehen. Der Bericht prüft rückblickend die Prognose für 2008 und schildert die zu erwartenden Entwicklungen im laufenden Jahr 2009.

"Die Wirtschaftskrise macht Computernutzer doppelt verwundbar", sagt Jeff Green, Senior Vice President der McAfee-Forschungsabteilung Avert Labs. "Während den Menschen von vorn der kalte Wind der Rezession ins Gesicht bläst, bereiten sich hinter ihrem Rücken Malware-Autoren unbemerkt auf einen massiven Überfall vor."

Die Prognosen von McAfee Avert Labs im Einzelnen:
Das Internet als Versteck und Übertragungsweg

Malware-Autoren verstecken sich und die Bestandteile ihrer Schadprogramme in letzter Zeit immer besser in den Weiten des Internets und nutzen das Netz zur Verteilung von bösartigem Code. McAfee erwartet, dass dieser Trend im Jahr 2009 anhält und dabei die herkömmlichen Übertragungswege ablöst.

Personalisierung und Lokalisierung

Angreifer arbeiten verstärkt daran, die Sicherheitsvorkehrungen ihrer Opfer auszutricksen. So nutzen sie beispielsweise "Wegwerfdateien", die nur ein einziges Mal in dieser Form existieren. Die dadurch entstehende Vielfalt von Schadcode erschwert die Erkennung und Abwehr der Angriffe. Daneben prognostiziert McAfee eine Zunahme von Malware in anderen Sprachen als Englisch. Cyberkriminelle erkennen, dass sie sich dadurch einen globalen Markt erschließen und Zugang zu noch mehr persönlichen Daten und vertraulichen Informationen verschaffen können.

Malware verlässt den Computer

McAfee rechnet damit, dass zunehmend USB-Sticks und Flashspeicher in Kameras, digitale Bilderrahmen und andere elektronische Geräte von Malware betroffen sein werden - eine nachhaltige Folge des kaum zu kontrollierenden Gebrauchs dieser Speichermedien in Unternehmen und ihrer großen Beliebtheit bei den Verbrauchern.

Nepp im Anzeigenformat

Malvertising ("malicious advertising") bedient sich derselben Formate wie reguläre Werbung - jedoch um Software zu vertreiben, die entweder nicht den angepriesenen Nutzen erfüllt oder direkt Schaden anrichtet. McAfee erwartet, dass dieser schon 2008 zu beobachtende Trend weiter anhält, da sich Cyberkriminelle hiervon nach wie vor Gewinn versprechen.

Durchgreifen zeigt Wirkung: der Fall McColo

Ein gewaltiger Rückgang des Spamaufkommens war die Folge, als im November vergangenen Jahres Internetprovider den Hosting-Anbieter McColo vom Netz trennten. Über seinen Server wurden weltweit bis zu 60 Prozent der unverlangten E-Mails versendet. 2009 wird das Jahr sein, in dem Unternehmen zunehmend von der passiven Unterstützung der Strafverfolgung zu einer aktiven Zusammenarbeit mit Providern und Institutionen wie der Domain- und IP-Adressenverwaltung ICANN übergehen, um in gemeinsamer Anstrengung die Übeltäter auszumachen und ihnen den Zugang zum Internet und dessen Infrastruktur zu verwehren.

Die vollständige Prognose der McAfee Avert Labs für 2009 findet sich unter http://www.mcafee.com/us/local_content/reports/2009_threat_predictions_report.
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