Mit Keramikpartikeln schneidet man besser ab

(PresseBox) ( Hannover, )
Ziel eines Forschungsvorhabens am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist, die Eigenschaften von metallischen Scherschneidwerkzeugen durch das Laserstrahldispergieren von Keramikpartikeln erheblich zu verbessern. Durch die verbesserten Werkzeugeigenschaften sollen erhöhte Standzeiten verbunden mit einer verbesserten Schneidteilequalität möglich sein.

Dieses ist durch den verstärkten Einsatz von Leichtbauwerkstoffen wie Aluminiumlegierungen und hochfesten Stahlblechwerkstoffen für Karosseriebauteile in der Automobil­industrie notwendig. Das Scherschneiden von diesen Werk­stoffen ist allerdings mit hohem Werkzeugverschleiß verbunden. Neben den somit steigenden Kosten für Werk­zeuge erhöht sich die Anzahl von Werkzeugwechseln mit entsprechend verbundenen Produktions­ausfallzeiten.

Das Laserstrahldispergieren von Keramikpartikeln (ZrO2) in Schneidwerkzeugoberflächen kann diese Defizite ausgleichen, denn keramische Werkstoffe weisen günstige Eigenschaften wie beispielsweise hohe Härte und Beständigkeit sowohl gegen abrasiven als auch adhäsiven Verschleiß auf.

In dem Forschungsprojekt werden keramikverstärkte Modellwerkzeuge vergleichenden Verschleißtests unterzogen, um die Qualität und Eignung der jeweiligen Laser­bearbeitungs­strategie zu beurteilen. Dabei werden nicht nur typische Verschleißmerkmale an den Schneidwerkzeugen ermittelt und bewertet sondern auch die Qualität des Schneidergebnisses. In einem zweiten Forschungsschwerpunkt erfolgt die Auswahl und Fertigung bzw. Modifizierung von Werkzeugprototypen.

Werkzeugbauer und Blechverarbeiter im Fahrzeug- und Maschinenbau sollen nach Projektabschluss (Februar 2007) keramikverstärkte Werkzeuge zum Schneiden von Aluminium- und hochfesten Stahlblechwerkstoffen herstellen bzw. anwenden können. Bei geringen Mehrkosten gegenüber konventionellen Werkzeugen sollen diese laserstrahldispergierten Werkzeuge länger in der Produktion bleiben, bessere Blech­werkstückqualität liefern, den Schmierstoffverbrauch senken und die umform­technischen Grenzen erweitern. Die damit erweiterte Bearbeitbarkeit von Aluminium- und hochfesten Stahlblechen kann zu Produktinnovationen und zur Erweiterung des Anwendungsfeldes dieser Blechwerkstoffe führen.

Das Forschungsprojekt, das von der EFB unterstützt wird, wird mit dem Institut für Produktionstechnik (LUT) der TU Dresden durchgeführt.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.