Hybridschweißen für anspruchsvolle Schweißnähte

(PresseBox) ( Hannover, )
Hochfeste Stähle, bekannt aus dem automobilen Leichtbau, finden immer häufiger Einsatz in der Konstruktion, im Schiffbau, in Fahrzeugen und Maschinen der Bauindustrie sowie im landwirtschaftlichen Bereich. Außer einem geringeren Gewicht haben hochfeste Stähle - verglichen mit normalen Baustahl - eine höhere Verschleißfestigkeit und Härte über einen breiten Temperaturbereich.

Allerdings sind hochfeste Stähle relativ problematisch zu schweißen. Bei den meisten Schweißprozessen gehen die positiven Eigenschaften des Grundmaterials (die im sehr komplexen thermo-mechanischen Herstellungsprozess eingestellt werden) in der Schweißnaht und der Wärmeeinflusszone verloren. Außerdem haben diese Stähle einen hohen Kohlenstoffgehalt, der zu Rissen in der Schweißnaht führen kann. Bei neuen Stahlsorten mit höheren Kohlenstoffgehalten wird es noch schwieriger werden, gute Schweißnähte zu erzielen.

Deshalb geht es in einem neuen Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) darum, die Einsatzfähigkeit hochfester Stähle für belastungsangepasste Strukturen nachzuweisen. Dafür soll das Laserschweißen sowie das Laser-MIG-Hybridschweißen mit einer prozessintegrierten induktiven Wärmebehandlung kombiniert werden.

Zuerst ist ein besseres Verständnis der Interaktion zwischen Schweiß- und Induktionsprozess und bessere Kenntnisse der metallurgischen und mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht zu erarbeiten. Diese Kenntnisse sollen dazu dienen, die Prozessparameter zu optimieren, und die Schweißnahteigenschaften an die des Grundmaterials anzupassen. Ziel ist es, dass hochfeste Stähle eine breitere Verwendung im Leichtbau für die Serienproduktion finden können.

Das LZH arbeitet mit Projektpartnern aus Deutschland, Dänemark, Österreich, Italien und Belgien zusammen. Das bis 2008 laufende Projekt wird von der EU und vom Research Fund for Coal and Steel in Brüssel unterstützt.
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