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Vorwärts in die Vergangenheit - Elektrische Mobilität

Strom statt Sprit: Die Retro Classics 2010 widmet dem Elektroantrieb eine Sonderschau / Automobile Alternative mit Zukunftspotenzial

(PresseBox) (Stuttgart, ) In der Welt des Verbrennungsmotors galt elektrische Mobilität lange Zeit als Steckenpferd für Tüftler oder kauzige Eigenbrötler. Dabei ist das Elektromobil dem "Benziner" in vielen Punkten sogar überlegen: Beispielsweise überzeugt es mit einem höheren Wirkungsgrad, längerer Lebensdauer und einer deutlich geringeren Geräuschentwicklung. Die Sonderschau "Vorwärts in die Vergangenheit - die elektrische Mobilität" bietet im Foyer des Eingangsbereichs Ost einen hochinteressanten Überblick über Geschichte und Zukunft des Elektroantriebs.

Bereits in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts experimentierten Wissenschaftler und Konstrukteure mit Elektromotoren und Batterien. 1881 stellte Gustave Trouvé auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung ein dreirädriges Automobil vor. 1882 folgte der "Elektromote" von Werner Siemens, ein elektrisch angetriebener Kutschenwagen - und der erste Oberleitungsbus der Welt. 1900 war auf der Weltausstellung in Paris der so genannte "Lohner-Porsche" zu bestaunen, ein getriebefreier Elektrowagen mit Radnabenmotoren an den Vorderrädern. Konstrukteur: Ferdinand Porsche.

Um die Jahrhundertwende vertrauten 40 Prozent der amerikanischen Autofahrer auf den Elektroantrieb, die "Benziner" bildeten mit nur rund einem Fünftel der Fahrzeuge die klare Minderheit. Auch die Leistungen der frühen Stromkisten konnten sich durchaus sehen lassen: So erreichte der belgische Rennfahrer und Konstrukteur Camille Jenatzy 1899 mit 105,88 km/h als erster Mensch eine Geschwindigkeit von mehr als 100 Stundenkilometern.

Hatten Elektrofahrzeuge in den Kindertagen des Automobils noch glänzende Startchancen gehabt, wurden sie bis etwa 1940 schrittweise vom Kraftstoffmotor verdrängt. Der Grund: Die Akkus waren zu schwer, die Ladezeiten zu lang und die Reichweite begrenzt. Nach dem Krieg fristete das Elektroauto nur noch ein Nischendasein als Kleinlieferwagen oder Seniorenmobil.

Angesichts drohender Umwelt- und Energiekrisen erlebt die elektrische Mobilität seit den neunziger Jahren jedoch eine Renaissance. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Akkumulatoren-Technologie rasant weiterentwickelt hat. Viele große Automobilbauer setzen daher neuerdings auf den nichtfossilen Antrieb - und stellten auf der Detroit Auto Show 2010 gleich eine ganze Palette neuer Elektrofahrzeuge vor. Mit Blick auf die steigenden Spritkosten orakelt manch einer bereits von einem zu erwartenden Boom des Elektroautos.

Wer sich nicht beeilt, verpasst auf jeden Fall den Anschluss. Die elektrische Revolution könnte nämlich in China beginnen: 2009 wurde in Hongkong das Elektroauto "MyCar" vorgestellt - der Wirtschaftsriese im fernen Osten fördert schon lange Entwicklung und Produktion von Elektroautos. Auch in den USA, Japan und Frankreich erhalten Käufer von Elektroautos Zuschüsse. Nur in Deutschland scheiterten solche Pläne bislang am Widerstand des Finanzministeriums. Inzwischen hat man die Zeichen der Zeit aber offenbar erkannt: Statt der derzeit etwa 1500 sollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren - so ein Beschluss der Bundesregierung aus dem Jahre 2009.

Bei der Stuttgarter Sonderschau werden Elektromobile aus rund 110 Jahren gezeigt. Partner sind die EnBW und der TÜV Süd.

Die internationale Oldtimer-Messe Retro Classics in Stuttgart öffnet von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. März 2010, zum zehnten Mal ihre Pforten. Mehr als 57.000 Besucher strömten allein im vergangenen Frühjahr auf die neue Messe, um die Faszination Oldtimer hautnah zu erleben und im wahrsten Sinn des Wortes zu "erfahren". Am Donnerstag, 11. März, findet von 14 Uhr bis 20 Uhr der Preview-, Fachbesucher- und Pressetag statt - ausschließlich für Aussteller und Preview-Ticketinhaber.

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