Microtechnik im Spritzguß auf Formel 1-Niveau

(PresseBox) ( Murnau, )
Karl-Herbert Ebert, Technischer Leiter der Horst Scholz GmbH & Co. KG in Kronach vergleicht sein Unternehmen mit der Formel 1: "Jeder versteht, dass nur das Team in der Formel 1 gewinnen kann, das das beste Auto hat, den besten Motor, die besten Reifen und das qualifizierteste Team. Keiner würde zum Beispiel auf den Gedanken kommen, aus Kostengründen runderneuerte Reifen auf einen Formel 1-Boliden aufzuziehen - Es muß schon der Michelin sein!" Übersetzt auf seine Kunststoffspritzerei heißt das: Die Spritzgussform (der Motor) muß aus dem eigenen Haus kommen. Nur so kann man das Schlüssel-Knowhow unter Kontrolle haben. Zur Herstellung dieser Spritzgussformen braucht man die besten am Markt verfügbaren Maschinen. Und zum Beispiel bei den Werkzeugen für die KERN Ultrapräzisions-CNC-Fräsmaschine müssen die höchst qualifizierten Mitarbeiter absolut freie Hand haben in der Auswahl unter den besten Anbietern. Übrigens Mitarbeiter: Bereits wenn man das erste Mal in das Unternehmen kommt merkt man, dass hier ein besonders gutes Betriebsklima vorherrscht. Die Mitarbeiter sind voll in die Entscheidungsprozesse eingebunden und managen ihren Arbeitsbereich selbstständig. So hat zum Beispiel Matthias Hohner, Frässpezialist an der KERN Evo, selbstständig entschieden, täglich zwei Stunden länger zu arbeiten, um einen Vorlauf bei der Elektrodenfertigung zu erreichen für den bevorstehenden Umzug in die neuen Fertigungsräume. Hohner: "Durch den Umzug werden wir zwei Tage keine Elektroden fertigen können. Bei der mannlosen 48 Stunden Bestückung bedeutet dies eine ganze Menge an Elektroden. Wir können uns keinen Ausfall leisten, denn das Geschäft brummt und wir müssen unsere Kunden zuverlässig beliefern." Stolz zeigt er eine Kupferelektrode, die er für eine extreme Anfrage angefertigt hat. Ein Zahnrad mit einer Größe von etwa 1 mm Durchmesser und Radien von 0.05 mm. "Das ist noch kein Auftrag", kommentiert Herr Ebert, "aber der wird kommen und wir sind bereits bestens vorbereitet".

Ganz stolz ist die Mannschaft auf die neue KERN Evo mit einer Positioniergenauigkeit von nur 0,0005 mm. Der Entscheidungsprozeß im Team wurde professionell angegangen. Anfangs waren fünf Wettbewerber im Rennen. Maschinen und Lieferanten wurden auf Herz und Nieren geprüft. Neben der besten Maschine sollte es ein Lieferant sein, der auch zu Scholz passt und die gleiche Unternehmensphilosophie lebt. Er sollte:

- möglichst Technologieführer sein
- bei Neuentwicklungen die Nase vorn haben
- über ein kompetentes Team verfügen, mit dem man auf Augenhöhe gemeinsam arbeiten kann.

Bei einem gemeinsamen Besuch des Teams bei KERN Micro- und Feinwerktechnik in Murnau ist dann die Entscheidung gefallen. Auch wenn die neu entwickelte KERN Pyramd Nano mit ihren hydrostatischen Führungen und Antrieben (Positioniergenauigkeit 300 Nanometer über einen Verfahrweg von 500 x 500 mm) schon sehr gereizt hat, musste man sich aus Platzgründen für die KERN Evo entscheiden. "Eine super Wahl" meint Hubert Kirstein, der weitere Maschinenbediener für die KERN Evo. "Wir erreichen mannlos Genauigkeiten am Werkstück von 2 µm oder besser. Um wie viel genauer wir sind, können wir derzeit aber gar nicht messen. Hier müssen wir auf unsere neu bestellte Werth CT Messmaschine warten mit einer Meßungenauigkeit von nur 250 Nanometern".

"Und noch ein Wort zur Produktivität der KERN Evo" meint Olaf Meserle, Abteilungsleiter des Formenbaus: "Die Maschine läuft 500 Stunden im Monat und in den sechseinhalb Monaten, die wir die Maschine haben, sind bereits über 3000 Stunden auf dem Spindel-Stundenzähler." Ein Zeichen dafür, dass die Maschine praktisch seit dem zweiten Tag der Installation ohne Unterbrechung voll produziert hat. "Und wenn man Tips braucht von KERN, hat man sofort einen kompetenten Ansprechpartner am Telefon. So haben wir von KERN die Adresse eines Lieferanten erhalten, der uns ein Fräswerkzeug mit 10 µm Durchmesser liefern kann. Das ist einfach eine super Zusammenarbeit!"

Der Neubau mit 3000 weiteren Quadratmetern ist in wenigen Wochen bezugsfertig. Zusätzlich zu den bestehenden 12 Battenfeld Micro-Spritzgußmaschinen sind bereits drei weitere bestellt. Auch diese benötigen Spritzgussformen, so dass man bereits jetzt an ein weiteres Fräszentrum denken muß. Nur, ob es eine KERN Evo oder KERN Pyramid Nano wird, muß das Team noch entscheiden.
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