PresseBox
Press release BoxID: 231906 (Industrieverband Klebstoffe e.V.)
  • Industrieverband Klebstoffe e.V.
  • Völklinger Straße 4
  • 40219 Düsseldorf
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DIBP-freie Papier- und Verpackungsklebstoffe

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Deutsche Klebstoffhersteller verzichten bei der Herstellung von Klebstoffen für die Produktion und Weiterverarbeitung von Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sowie für den Bereich Druckweiterverarbeitung auf den Einsatz des Weichmachers Di-isobutylphthalat (DIBP). Dies ist das Ergebnis einer Befragung aller Mitgliedsunternehmen des Industrieverband Klebstoffe (IVK).

Nachdem eine vom Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Risikobewertung initiierte Untersuchung toxikologisch bedenkliche Mengen an DIBP in Recyclingpapieren gezeigt hat, haben sich deutsche Hersteller und Verarbeiter von Papier- und Verpackungen sowie Druckweiterverarbeiter freiwillig verpflichtet, sofort auf den Einsatz von Di-isobutylphthalat (DIBP) zu verzichten.

Für Ansgar van Halteren, Geschäftsführer des IVK, stellt dieser freiwillige DIBP-Verzicht seiner Mitglieder ein erneutes Mal das hohe Verantwortungsbewusstsein der deutschen Klebstoffindustrie gegenüber Umwelt und Verbrauchern unter Beweis. "Für mich ist das ein verantwortliches Handeln im Sinne des Responsible Care® Programms der chemischen Industrie", so van Halteren, der allerdings mittelfristig nur wenig Entspannung der DIBP-Problematik in Recyclingpapieren sieht.

"Die Produkte deutscher Klebstoffhersteller können in Zukunft als DIBP-Eintragsquelle im Papier-Recycling-Kreislauf ausgeschlossen werden. In vielen Ländern - insbesondere in Osteuropa und Fernost - ist die Verwendung DIBP-haltiger Produkte bei der Herstellung/Verarbeitung von Papier, Karton und Pappe noch Stand der Technik. Mit anderen Worten: Jeder Quadratzentimeter Papier und/oder Pappe - z. B. als Computerverpackung oder Schuhkarton aus Fernost nach Deutschland importiert - birgt das Risiko einer anhaltenden Anreicherung des Papier-Recyclings mit DIBP."

Um den Altpapier-Recyclingkreislauf für den Verbraucher noch sicherer zu gestalten ist es dringend erforderlich, den gesamten Papierkreislauf einzubeziehen. Dazu van Halteren: "Wir stehen hier einem globalen Problem gegenüber und es ist für den deutschen, aber auch für den europäischen Gesetzgeber an dieser Stelle sehr schwierig, adäquate Regelungsmechanismen einzuführen. Gefordert sind nunmehr multinational operierende Ab- und Verpacker, für die es ein Einfaches ist, im Rahmen ihrer Einkaufs-Richtlinien sicherzustellen, dass für die Verpackungen ihrer Produkte ausschließlich DIBP-freie Komponenten eingesetzt werden."

Eine Liste der IVK-Mitgliedsfirmen, die DIBP-freie Klebstoffe für die Produktion und Weiterverarbeitung von Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sowie für den Bereich Druckweiterverarbeitung anbieten, finden Sie unter www.klebstoffe.com.

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