IHK-Neujahresempfang 2008 mit Dr. Guido Westerwelle

Mit Stolz und unternehmerischer Weitsicht

(PresseBox) ( Offenbach am Main, )
Mut, Markt und Mittelstand waren die Themen, die beim Neujahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main am 22. Januar 2008 im Mittelpunkt standen. Etwa 650 Gäste, so viele wie nie zuvor, waren gekommen. Hauptredner des Abends war Dr. Guido Westerwelle, Mitglied des Bundestages (MdB), Bundesvorsitzender der FDP und Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.

In seiner Begrüßungsrede warnte IHK-Präsident Alfred Clouth mit Blick nach Berlin zunächst vor möglichen Folgen der soeben in Kraft getretenen Unternehmensteuerreform: "Wir befürchten, dass mittelständische Betriebe am Ende schlechter dastehen als zuvor. Gerade Einzelhändlern in der Innenstadt drohen erhebliche Mehrbelastungen." Auch die Reform der Erbschaftsteuer mochte dem Präsidenten nicht recht schmecken: "Statt den Generationenübergang von Familienunternehmen zu erleichtern, schrecken die Vorhaben eher ab. Dabei sind es doch gerade mittelständische Familienunternehmen, die die positive Entwicklung der Beschäftigtenzahlen verantworten."

Den Blick auf die Region und die Aufgaben der IHK betonte er die besondere Bedeutung des Dienstleistungsangebots für den Standort Offenbach. Diese gelte es insbesondere im Hinblick auf den Export auszubauen. "Regionale Dienstleister fit zu machen für das Ausland, das ist ein Fokus unserer Arbeit in diesem Jahr," kündigte er an. "Die IHK wird ihnen in diesem Jahr besondere Unterstützung bieten. Zum Beispiel bei einem gemeinsamen Kongress aller hessischen IHKs im September."

Daran schloss er eine weiteres Vorhaben der IHK an: "Um auf internationalen Märkten zu bestehen, brauchen wir gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Das ist ein Grund warum sich alle IHKs das Jahresmotto ‚Wirtschaft bildet - Unsere Zukunft' auf die Fahnen geschrieben haben." Hierzu werde es zahlreiche Veranstaltungen geben.

Dem Strukturwandel in der Region seien die Offenbacher immer aktiv und schöpferisch begegnet: "Es scheint so, dass Kreativität geradewegs da aufblüht, wo die Landschaft rauher ist." Diese Vielfalt und Kreativität mache ein gut Teil des Charmes des IHK-Bezirkes aus. "Das sollten wir alle gemeinsam mit Stolz und unternehmerischer Weitsicht nach außen tragen. Offenbach muss diese Chance nutzen," forderte er hinsichtlich der Diskussion um die Kreativwirtschaft in Offenbach. Auch die IHK wolle dieses Potenzial weiter entwickeln und die Beteiligten enger vernetzen. "Wir wollen die Voraussetzungen für unternehmerisches Handeln verbessern und die Kultur der Selbständigkeit fördern." Deshalb appellierte er an die Zuhörer: "Der Wirtschaftsstandort Offenbach kann sich im Zeitalter der Globalisierung nur behaupten, wenn dynamische und mutige Unternehmer daran mitwirken."

Mut war auch eines der Themen, für die sich Dr. Guido Westerwelle in seinem Festvortrag mit dem Titel "Mehr Mut - mehr Markt - mehr Mittelstand" einsetzte. Dr. Westerwelle warnte, dass die Situation auf den Weltmärkten auf der Kippe stehe. In Deutschland könne der Aufschwung vorbei sein, bevor er bei den Bürgern angekommen wäre. Er schloss sich Clouths Forderung an und drängte auf schnelles, mittelstandorientiertes Handeln seitens der deutschen Politik. "Wir brauchen eine echte Steuer-, Abgaben- und Bürokratieentlastung für Bürger und Betriebe. Nur so können wir die Konjunktur stützen. Auch in Deutschland ist eine schnelle Steuerstrukturreform mit echter Entlastung notwendig."

Die Offenbacher IHK nutzte den Jahresempfang zudem, um den ehemaligen Präsidenten Ingo Mayer zu verabschieden. Der neue Präsident Alfred Clouth dankte dem von 2000 bis 2007 aktiven Unternehmer für sein Engagement und seine Ideen, mit denen er die IHK-Arbeit geprägt hat.
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