Mangelhafter Nahverkehr bremst Tourismus aus

(PresseBox) ( Cottbus, )
Die touristischen Unternehmen im Land Brandenburg fühlen sich schlecht an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeschlossen. Das ist die Grundaussage einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Industrieund Handelskammern des Landes Brandenburg.

Auch in Südbrandenburg, dem Bezirk der IHK Cottbus, wird die mangelhafte Versorgung mit Angeboten des ÖPNV sehr deutlich wahrgenommen. So beurteilen im Bezirk der IHK Cottbus 32,1 Prozent der befragten Unternehmen die Erreichbarkeit als schlecht.

Das dünne ÖPNV-Netzes schlägt in Südbrandenburg besonders zu Buche, da sich viele touristische Highlights außerhalb der Zentren befinden und häufig bloß per Pkw erreichbar sind.

In Südbrandenburg sind nur 52,8 Prozent der touristischen Destinationen mit der Bahn zu erreichen. Darüber hinaus fehlt die ausreichende Vernetzung der Bahnhöfe über Bus- und Straßenbahnhaltestellen mit den Gaststätten, Hotels und anderen touristischen Betrieben in der Region.

Dies zeigt sich auch darin, dass im IHK Bezirk Cottbus von 56,8 Prozent der Befragten die größten Defizite beim ÖPNV in der Busanbindung gesehen werden.

Weil der Tagestourismus aus Berlin für die Tourismusbranche der Region besonders große Bedeutung besitzt, spielt die Erreichbarkeit der südbrandenburgischen Hotels und Gaststätten mit dem öffentlichen Nahverkehr aus der Hauptstadt eine besondere Rolle. Nur jeder 2. Berliner verfügt über einen PKW, da der ÖPNV in Berlin gut ausgebaut ist. Leider ist eine direkte Verbindung aus Berlin zum gewünschten Tourismusziel nach Angabe der Befragten des IHK Bezirks Cottbus nur zu rund 40 Prozent gegeben.

In einem verbesserten öffentlichen Nahverkehr liegt für den Tourismus ein großes Potenzial. Dies zeigt die Tatsache, dass 30,8 Prozent der befragten Unternehmen im IHK-Bezirk Cottbus mit einem steigenden Gästeaufkommen rechnen, wenn sich das ÖPNV-Angebot verbessern sollte.

Folgende Verbesserungen werden als besonders dringlich gefordert:

- Die bestehenden Schienenanbindungen dauerhaft im Bestand sichern, um langfrsitig die Grundvernetzung des ländlichen Raumes sicherzustellen.
- Bahnhöfe inklusive ihrer Empfangsgebäude erhalten und attrativ gestalten, damit die Gäste dort angenehmer verweilen können.
- Qualifizierte Vernetzung der vorhandenen, nachfragestarken Bahnund Buslinien mit den touristischen Destinationen über neue, flexiblen Bedienungsformen - wie z. B. Rufbus-Konzepte.
- Abstimmung zwischen den einzelnen Verkehrsträgern (Schiene und Straße) verbessern.
- Verbesserung der ÖPNV-Anbindung des Flughafens Schönefeld/BBI. Der Flughafen erfüllt als Knotenpunkt für Brandenburg eine Verteilerfunktion für in- und ausländische Gäste.
- Nachfragegerechte Anpassung der DB-Taktzeiten - insbesondere an Wochenenden und Feiertagen - sowie deren Abstimmung mit anderen ÖPNV-Angeboten.
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