IHK Reutlingen zur Kürzung der Regionalisierungsmittel

Zusammenwachsen der Region Neckar-Alb mit Stuttgart nicht verhindern!

(PresseBox) ( Reutlingen, )
Der Bund stellt den Ländern künftig weniger Mittel zur Bestellung von Verkehrsleistungen zur Verfügung. Die Kürzungen treffen Pendler in der Region Neckar-Alb besonders hart: Ein Zehntel der für Baden-Württemberg geplanten Einsparungen soll durch das Ausdünnen der Bahnverbindung Stuttgart - Tübingen realisiert werden. Die IHK Reutlingen mahnt zur Vorsicht.

Die Entwicklung der Metropolregion Stuttgart darf nicht gebremst werden
Bei über 40.000 Pendlern zwischen der Region Neckar-Alb und dem Ballungsraum Stuttgart spielt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine bedeutende Rolle in der Bewälti-gung des Berufsverkehrs. Dies bestätigen auch die beinahe täglichen Staus auf der B 27, der wichtigsten Straßenverbindung zwischen den beiden Regionen. "Vor diesem Hintergrund mahnen wir die Landesregierung zu Kürzungen mit viel Augenmaß", betont Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. "Wenn die viel befahrene Bahnstrecke zwi-schen Tübingen und Stuttgart zehn Prozent des Einsparungsvolumens für ganz Baden-Württemberg erbringen soll, muss mit Argusaugen über die Leistungsfähigkeit der Strecke gewacht werden. Die Fahrplankürzungen stellen für das Zusammenwachsen der beiden Re-gionen ein ernsthaftes Problem dar."

Fehlende Alternativen
"Die Landesregierung blockiert den sechsspurigen Ausbau der B 27 ab dem Aichtalviadukt in Richtung Stuttgart, da sie befürchtet, die Kosten würden die Diskussion um die neu entstehende Landesmesse weiter verschärfen. Solange sie bei dieser Haltung bleibt, sollte sie durch derart massive Kürzungen nicht zur Alternativlosigkeit in Sachen Verkehrspolitik beitragen", so Epp weiter. Die für die weitere Entwicklung des Ballungsraumes Stuttgart not-wendigen Erweiterungsflächen befinden sich vor allem südlich der Stadt in der Region Neckar-Alb. Die Ausdehnung der Metropolregion wird sich in den nächsten Jahren noch ver-stärken. "Das Zusammenwachsen der beiden Regionen ist ein Muss. Die Landesregierung sollte deshalb für Alternativen in der Verkehrsinfrastruktur sorgen und nicht durch Kürzungen im ÖPNV den Druck auf das ohnehin schon überlastete Straßennetz erhöhen und damit alle Wege für eine sinnvolle Entwicklung versperren", erläutert Epp.

Kürzungen mit Augenmaß
Die IHK Reutlingen ruft daher die Landesregierung auf, die anstehenden Kürzungen noch einmal zu überdenken und sie nur nach bestimmten Bedingungen vorzunehmen. Kürzungen auf der Strecke Tübingen - Stuttgart dürfen ausschließlich in Tageszeiten mit geringem Verkehrsaufkommen oder im Wochenendverkehr erfolgen. Die Versorgungsqualität der Strecke für Berufspendler darf unter keinen Umständen gefährdet werden.

IHK-Service
Fragen zum Thema beantwortet Thorsten Schwäger vom Bereich Standortpolitik unter Tele-fon (07121) 201-117 und per E-mail an schwaeger@reutlingen.ihk.de.
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