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Haushalte geben 75 Mrd. Euro für Modernisierungsmaßnahmen aus

(PresseBox) (Celle, ) .
- Modernisierung bleibt stabilisierender Faktor im Baubereich
- deutlich vor Neubau
- Eigenheim-Eigentümer am aktivsten
- An- und Umbauten an der Spitze der Modernisierungshitliste
- Wärmedämmung ist "Aufsteiger des Jahres"
- 14 Produktbereiche untersucht

Die Modernisierung bleibt im Unterschied zum Neubau ein stabiler und bedeutender Faktor. Das ist das Ergebnis der neuen repräsentativen Befragung der Heinze Marktforschung bei 10.000 Haushalten. Knapp 75 Mrd. Euro gaben die Haushalte nach eigenen Angaben im Untersuchungszeitraum 2007 für die Verbesserung der Wohnqualität aus. Die dominierende Gruppe sind Eigentümer von Eigenheimen, auf die fast die Hälfte der gesamten Modernisierungsausgaben entfällt. Der Umfang der Maßnahmen und die Höhe der Ausgaben werden unter anderem von den Faktoren verfügbares Einkommen, Gebäudealter, Gebäudeart und Lebensalter (des Haushaltsvorstandes) bestimmt. Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2005 hat sich das Modernisierungsvolumen leicht verringert (- 4 %). Aufgrund des Modernisierungszyklus (z. B. aufgrund von Verschleiß oder modischen Einflüssen) und der soziodemografischen Entwicklung wird das Modernisierungspotenzial aber langfristig ein stabilisierender Faktor im Baubereich sein. Dabei fällt auf, dass sich die einzelnen untersuchten Produktbereiche hinsichtlich der Einflussgrößen auf die Modernisierungsentscheidung teilweise sehr stark voneinander unterscheiden.

Hitliste der Modernisierungen

Spitzenreiter bei den Modernisierungen nach Produktbereichen sind die An- und Umbauten. Hier investierten die Haushalte fast 11 Mrd. Euro. Im Vergleich zur Untersuchung von 2005 konnte dieser Bereich deutlich zulegen und "das Dach" von Platz 1 verdrängen. Einen Platz verbessert hat sich "das Bad". Die Modernisierung und Umgestaltung der traditionellen Nasszelle steht weiter bei den Modernisierern ganz oben auf der Tagesordnung. Hier wirken auch die guten Werbekampagnen der Unternehmen, die mit flexiblen Lösungen und kreativem Design Antworten auf jede Badsituation liefern.

Den stärksten Sprung nach oben hat der Bereich Wärmedämmung gemacht: von Platz 12 im Jahr 2005 auf die achte Position mit einer absoluten Zunahme der Ausgaben um fast 60 %. Die hohen Energiekosten verbunden mit guten Informationen über die Einsparmöglichkeiten bei einer modernisierten Wärmedämmung und die Förderprogramme haben hier ihre positiven Spuren hinterlassen. Gerade in der aktuellen Krise lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass Verbraucher durchaus bereit sind, zu investieren, wenn die Kostenvorteile klar kommuniziert werden und staatliche Förderprogramme den eigenen Nutzen noch erhöhen.

Wenn's schwierig wird, kommt der Handwerker

Die Handwerker profitieren deutlich von den Modernisierungswünschen der Haushalte. 61 % der Modernisierungsausgaben kommen den beauftragten Handwerkern zugute. Beim Rest legen die Modernisierer selbst Hand an - insbesondere in Bereichen, in denen vor allem eine hohe Eigenmotivation und vermeintlich weniger Fachkenntnisse nötig sind.

Bei Fußboden, Wand-/Deckenbekleidung und Trockenbau trauen sich die Modernisierer Eigenleistungen am ehesten zu. Gerne willkommen ist der Handwerker bei Maßnahmen rund um Dach, Fenstererneuerung und Heizung. Auf den ersten Blick verwundert, dass im Bereich Bad/Sanitär das Pendel nicht stärker in Richtung Handwerker ausschlägt. Dies hängt damit zusammen, dass bei den gesamten Ausgaben auch die Badmöbel mit einbezogen sind und diese lassen sich in der Regel auch ohne Handwerker aufstellen.

Eigentümer von Eigenheimen sind eifrigste Modernisierer

46,5 % aller Modernisierungsausgaben werden von den Eigentümern von Eigenheimen veranlasst. Sie sind damit die größte Gruppe innerhalb der Modernisierer. Wer ein Eigenheim gemietet hat, ist verständlicherweise deutlich zurückhaltender: Nur 3,8 % der Mieter haben Modernisierungsmaßnahmen im bewohnten Eigenheim durchgeführt und bezahlt. Dagegen sind private Vermieter von Mehrfamilienhäusern mit einem Anteil von über 30 % am gesamten Modernisierungsvolumen im Wohnbau besonders aktiv.

Bestes Modernisierungsalter zwischen 40 und 50 Jahren

Am modernisierungsfreundlichsten ist die Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren. Knapp 41 % unter ihnen führten eine Modernisierungsmaßnahme durch. Insgesamt gaben sie dafür fast 13 Mrd. Euro aus. Fast gleichauf folgenden die 30- bis 40-Jährigen und die 50- bis 60-Jährigen, die jeweils fast 10 Mrd. Euro in die Renovierung der eigenen vier Wände steckten. Es fällt auf, dass die Entscheidung für eine Modernisierung nicht unbedingt altersgebunden ist. Über alle Generationen hinweg herrscht der Wunsch vor, die Wohnung oder das Haus den individuellen Bedürfnissen anzupassen.

Gebäudealter bestimmt Höhe der Ausgaben

Beim Gebäudealter sind aufgrund des großen Bestands insbesondere die Baujahre 1950 bis 1989 interessant. Auf sie entfallen knapp 56 % der gesamten Modernisierungsausgaben der Bewohner - das sind ca. 25 Mrd. Euro. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt liegen allerdings bei dem ältesten Gebäude (Baujahr bis 1900) mit 1.970 Euro an der Spitze.

Einkommen beeinflusst Modernisierungsaktivitäten

Ohne ausreichendes Familieneinkommen werden Modernisierungswünsche nur selten Wirklichkeit, oder sie fallen mit durchschnittlich 509 Euro eher bescheiden aus, während in der höchsten Einkommensklasse über 4.500 Euro die jährlichen Durchschnittsausgaben pro Haushalt bei 4.493 Euro liegen. Ab einem verfügbaren Einkommen von über 3.000 Euro im Monat führte jeder zweite Haushalt eine Modernisierungsmaßnahme durch, in der Klasse bis 1.000 Euro war es nur jeder Fünfte.

In der Klasse von 1.000 bis 1.500 Euro betrug der Anteil der Modernisierer bereits 29 %. Dieser starke Anstieg im Vergleich zur untersten Einkommensklasse lässt den Schluss zu, dass ein höheres verfügbares Einkommen gerade in den unteren Einkommensklassen stark mit direkten Modernisierungsausgaben korreliert. Dieser Zusammenhang wird auch dadurch bestätigt, dass bis zu einem Einkommen von 3.000 Euro die Anteile der Modernisierer in der jeweiligen Einkommensklasse zunehmen, darüber relativ konstant bleiben.

Land vor Stadt

Die Haushalte in Gemeinden unter 20.000 Einwohnern sind die eifrigsten Modernisierer. Sie gaben über 23 Mrd. Euro aus. Je größer die Kommunen, desto geringer wird der Modernisierungswunsch. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Eigenheimquote mit zunehmender Ortsgröße abnimmt. Gerade von den Eigentümern von Eigenheimen werden aber 46,5 % aller Modernisierungsausgaben veranlasst.

Strukturmerkmale der Modernisierung im Wohnbau

Die Untersuchung vielfältiger soziodemografischer und gebäudespezifischer Merkmale auf ihre Bedeutung für das Marktvolumen ist ein wesentlicher Teil der Studie. Mithilfe von multiplen Regressionsanalysen wurde für die untersuchten Produktbereiche ermittelt, in welchen Regionen die größten Marktpotenziale liegen und welche Haushaltstypen die stärksten Modernisierungspotenziale aufweisen. Dieses Wissen bietet vielfältige Ansätze für ein regionales Marketing sowie für die regionale Absatzplanung oder die Optimierung der Verkaufsgebiete.

Zur Untersuchung

In der aktuellen repräsentativen Studie befragte die Heinze Marktforschung 10.312 Haushalte bundesweit über ihre konkret durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen im Jahr 2007. Teilnehmer waren jeweils Bewohner und Eigentümer von Eigenheimen bzw. Mehrfamilienhäusern. Untersucht wurden 14 Modernisierungsbereiche, zu denen detaillierte Einzelstudien vorliegen. Die Gesamtstudie und die Einzelstudien können bei der Heinze Marktforschung bezogen werden. Ansprechpartner ist Dr. Christian Kaiser.

Parallel zur Haushaltsstudie befragte die Heinze Marktforschung Architekten und Handwerker über ihre Modernisierungsaktivitäten im Jahr 2007. Die komplette Studie und detaillierte Einzelstudien zu 17 Produktbereichen kann ebenfalls über die Heinze Marktforschung bezogen werden.

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