Heidelberg Pharma schließt Lizenzvertrag mit Universität von Texas MD Anderson Cancer Center ab

(PresseBox) ( Ladenburg, )
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- Heidelberg Pharma erwirbt exklusive Lizenz von der University of Texas System (MD Anderson) auf Patentrechte für die Diagnose und Behandlung ausgewählter Patientengruppen mit sogenannter RNA Polymerase II-Deletion, auf Basis von gemeinsam mit Heidelberg Pharma generierten Daten

- Präklinische Ergebnisse zeigen in vivo verbesserte Wirksamkeit von Amanitin und Heidelberg Pharmas Antikörper-Amanitin-Konjugaten (ATAC) auf aggressive Tumore mit TP53-Deletion

Die Heidelberg Pharma AG (FWB:WL6 ) gab heute den Abschluss eines Lizenzvertrags zwischen ihrer Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma Research GmbH und der University of Texas System über Patentrechte in Verbindung mit der Diagnostik und Therapie von Patienten mit sogenannter RNA Polymerase II-Deletion bekannt. Gegenstand der Lizenz ist ein von der Universitätsleitung (Board of Regents) der University of Texas System eingereichter Patentantrag, der wichtige Aspekte einer möglichen personalisierten Behandlung von Patienten auf Grundlage der ATAC-Technologie von Heidelberg Pharma erfasst. Das Universitätssystem handelt für das US-Tumorzentrum MD Anderson Cancer Center (MD Anderson).

Heidelberg Pharma entwickelt eine neue Therapie für Krebserkrankungen auf Basis des Wirkstoffs Amanitin. Dieser hat aufgrund seines biologischen Wirkmechanismus (Hemmung der RNA Polymerase II) das Potenzial, besonders gut auf jene Tumoren mit aggressiven Verlaufsformen im Zusammenhang mit einer TP53-Deletion zu wirken. TP53 kodiert für ein Tumorsuppressorprotein und Tumore verlieren häufig eine Kopie des TP53-Gens, was zu einem unkontrollierten Wachstum der Tumorzellen führt. Da damit regelmäßig auch die RNA Polymerase II unterdrückt wird, sind die so veränderten Tumorzellen besonders empfindlich gegen Amanitin und Heidelberg Pharmas Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATAC). Die TP53/RNA Polymerase II-Deletion gehört auch zur chromosomalen Deletion von 17p, die häufig in Tumorzellen beobachtet wird und in Verbindung mit aggressiven Tumoren mit schlechter Prognose steht.

Prof. Dr. Andreas Pahl, Vorstand für Forschung & Entwicklung der Heidelberg Pharma AG kommentiert: "Diese exklusive Lizenz erlaubt uns, die wichtigen Ergebnisse aus unserer Forschungsarbeit mit MD Anderson zu verwenden. Damit sind wir jetzt gut aufgestellt, die Entwicklung neuer Krebstherapien auf Basis unserer ATAC-Technologie voranzutreiben. Der nächste Schritt wird die Entwicklung eines Companion Diagnostics sein, um eine TP53/RNA Polymerase ll-Deletion in Patienten zu erkennen und zu quantifizieren. Wir glauben, dass dieser personalisierte Medizin-Ansatz uns zukünftig in die Lage versetzen wird, die Patienten zu identifizieren, die am meisten von der hohen Wirksamkeit der ATACs profitieren können."

Der Patentantrag geht auf die gemeinsam mit MD Anderson im April 2015 in NATURE veröffentlichten Forschungsergebnisse zurück. Heidelberg Pharma hatte aufgrund dieser Arbeiten die Option zur Lizenzierung der Ergebnisse erhalten. Diese Option wurde nun ausgeübt und bildet eine wichtige Grundlage, die einzigartigen Potenziale dieser Therapie zu evaluieren und klinisch zu erproben.

Finanzielle Details des Lizenzvertrags unterliegen der Vertraulichkeit, die Finanzierungsreichweite von Heidelberg Pharma wird dadurch nicht beeinflusst.

Über MD Anderson
Das MD Anderson Cancer Center an der Universität von Texas in Houston gehört zu den renommiertesten Zentren für die Behandlung von Krebspatienten, für Forschung, Lehre und Prävention. Die alleinige Mission dieser Institution ist es, den Krebs für Patienten und ihre Familien weltweit zu besiegen. MD Anderson ist eines von nur 49, vom National Cancer Institute (NCI) designierten Kompetenzzentren für Onkologie und erreichte für seine Krebsbehandlung den 1. Rang in der Studie "Beste Kliniken" des US-amerikanischen News & World Reports. Seit Beginn der Studie im Jahr 1990 gehörte MD Anderson immer zu den besten zwei Kliniken der Nation und erreichte innerhalb der letzten 16 Jahre 13 mal den 1. Rang. Das Zentrum wird mit Mitteln des nationalen Krebsinstituts (NCI of the National Institutes of Health) bezuschusst (P30 CA016672).
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