HWK: 3.234 neue Lehrverträge im oldenburgischen Handwerk

(PresseBox) ( Oldenburg, )
Die konjunkturelle Erholung und der zunehmende Fachkräftemangel haben im oldenburgischen Handwerk 2010 für einen Zuwachs bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen geführt. Nach einer Mitteilung der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg wurden im vergangenen Jahr 3.234 neue Lehrverträge abgeschlossen. Dies ist ein Plus von 2,6 Prozent.

"Gute und qualifizierte Mitarbeiter werden im Handwerk knapp. Wachstum ist aber nur mit mehr Mitarbeitern zu erreichen", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der HWK, Heiko Henke. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass auf dem Lehrstellenmarkt immer weniger Schulabgänger zur Verfügung ständen, die den hohen Anforderungen gerade in den handwerklichen Hightech-Branchen gerecht werden könnten. Statt eines Überhangs an unvermittelten Bewerbern werde es künftig im Handwerk eine steigende Zahl nicht besetzter Ausbildungsplätze geben, so Henke.

Besondere Hoffnungen setzten die Betriebe auf den doppelten Abiturienten-Jahrgang in Niedersachsen. Es sei wichtig, mehr Absolventen mit Hochschulreife für das Handwerk zu gewinnen, um den Bedarf an Fach- und Führungskräften zu decken. Bevor über eine Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland nachgedacht werde, sollte aus Sicht des Handwerks zunächst das inländische Beschäftigungspotenzial besser ausgeschöpft werden. Vorrang müsse immer die Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben.

Bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen gab es im Nahrungsmittelgewerbe mit einem Plus von 18,5 Prozent die höchste Steigerung. Die kaufmännischen Berufe registrierten einen Zuwachs von 9,5 Prozent, gefolgt vom Bau- und Ausbaugewerbe mit sechs Prozent. Außer in der größten Handwerksgruppe, dem Elektro- und Metallhandwerk, die Einbußen von 4,1 Prozent verzeichnete, ging die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse im Friseurhandwerk um sieben Prozent zurück. Regional gesehen gab es in Delmenhorst mit einer Steigerung von 14,4 Prozent die meisten neuen Ausbildungsplätze, gefolgt von den Kreisen Cloppenburg (plus 6,6 Prozent), Wesermarsch (plus 5,4 Prozent) und Oldenburg (plus 3,3 Prozent). Der Anteil der weiblichen Nachwuchskräfte an der Gesamtzahl der neuen Lehrlinge lag mit 26 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.
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