Novum im ausgefallenen Ambiente

Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk: Meister und Gesellen feiern gemeinsam

(PresseBox) ( Koblenz, )
Es war feierlich und eine ganz besondere Ergriffenheit nahm die Besucher gefangen. Sechs junge Meister und acht Gesellen aus dem Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk feierten zum ersten Mal gemeinsam ihre bestandene Prüfung und dies in ausgefallenem Ambiente. Die Sonderausstellung "FarbenFugenFormate. 60 Jahre Faszination Fliesen" in der Kirche der Festung Ehrenbreitstein war der Rahmen für einen ganz besonderen Anlass. "Wir können stolz auf unser Handwerk sein", so Diplom-Ingenieur Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein. "Das Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk existiert seit Jahrhunderten als einer der wichtigsten Bauberufe, auf dessen Leistungen keine Epoche in der Vergangenheit verzichten konnte und auf die auch in Zukunft nicht verzichtet werden kann. Mit der Ausstellung wollten wir dies auf einzigartige Weise deutlich machen", betonte Börner in seinem Grußwort. Er verwies auf den mehrfachen Grund zum Feiern, begeht doch der Fachverband Fliesen und Natursteine in diesem Jahr sein 60-jähriges und die Innung ihr 25-Jähriges Bestehen.

Alle Wege stehen offen

Frank Runnebach, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses, hob hervor, dass sich der Slogan "Geiz ist geil" mehr und mehr in den Grundsatz "Qualität hat ihren Preis" wandele. "Die Meisterfachbetriebe überzeugen durch Maßarbeit und Sinn für Gestaltung." Er forderte die jungen Meister auf, nicht auf Erreichtem stehen zu bleiben, sondern die Fachseminare der Innung zur Weiterbildung zu nutzen. "Ihnen stehen alle Wege offen, sei es die Arbeit als Sachverständiger, die Qualifikation zum Betriebswirt des Handwerks oder sogar ein Studium", unterstrich er.

Große Baufamilie

"Sucht das Gespräch mit den Jungmeistern. Folgt ihnen auf dem Meisterweg", so Knut Mohr, Prüfungsvorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, zu den Junggesellen. Er dankte den Ausbildungsbetrieben, aber auch dem Bauzentrum der Handwerkskammer Koblenz für die geleistete Arbeit in den Überbetrieblichen Lehrgängen. "So wie die Fliese sich gewandelt hat, werden auch neue Wege in der Verarbeitung beschritten. Aufgrund neuer Bautechniken sind die für eine Fliesenverlegung vorgesehenen Wandflächen heute maßgenauer und ebenflächiger. Durch die Flucht- und Lotgerechtigkeit des Belages ist das Dünnbettverfahren einfach und rationell anzuwenden. Dagegen findet das Dickbettverfahren Anwendung bei rohem Mauerwerk. Diese, den Fachmann auszeichnende Arbeitstechnik, wird in den HwK-Lehrwerkstätten mit den jungen Leuten geübt.Wir sind während der Ausbildungszeit zusammengewachsen, fühlen uns wie eine große Baufamilie", betonte Mohr. Das bekräftigte auch Architekt und Maurermeister Ulrich Brink, Leiter des HwK-Bauzentrums, in seinem Grußwort. Er verwies auf die "hohe Qualität der überbetrieblichen Ausbildung als Konsens zwischen Tradition und Moderne".

Krone des Handwerks

Als Detlef Börner mit den Worten "Gott schütze das ehrbare Handwerk" die Prüfungszeugnisse übergab und die Meisterbriefe überreichte, war sie wieder da, die feierliche Stille in der Festungskirche. Ein ganz besonderer Zauber hielt Meister, Gesellen, Angehörige und Freunde gefangen. "Ich bin noch nicht am Ende meiner beruflichen Laufbahn", so Jonas Clemens Theis. Er wurde als bester Jungmeister ausgezeichnet. Mit seinem Vater, ebenfalls Fliesenlegermeister, führt er einen Betrieb in Birkenfeld an der Nahe. Jürgen Weiser, drittbester Fliesenlegermeister des Jahrgangs, will ebenfalls die Meistertradition im Familienbetrieb in Hückelhoven (Nordrhein-Westfalen) fortsetzen. Alle Jungmeister sind sich einig: "Wir sind stolz auf die Krone des Handwerks." Clemens Hecken, bester Junggeselle aus Windhagen im Westerwald, will da noch hin. "Ich möchte Meister werden. Dann stehen mir alle beruflichen Wege offen."

Der nächste Meistervorbereitungskurs für Fliesen-, Platten- und Mosaikleger beginnt am 25. Oktober in Teilzeit und am 1. Dezember in Vollzeit. Beide Kurse finden in Koblenz statt.
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