Unternehmensbestand und Umsätze im Plus, Beschäftigung und Ausbildung im Minus

Handwerkskammer legt Jahresstatistik vor / Deutlich mehr Beratungseinsätze

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Stabilität ist das wesentliche Merkmal der strukturellen Entwicklung im Wirtschaftssektor Handwerk. Entsprechend weisen die Daten der Jahresstatistik 2014, die die Handwerkskammer Düsseldorf jetzt veröffentlichte, ein von Kontinuität geprägtes Gesamtbild auf.

So verzeichnete das Handwerk im Kammerbezirk Düsseldorf zum Jahresende einen leichten Zuwachs um 48 Unternehmen. Zum 31.12.2014 wies die Handwerksrolle der HWK Düsseldorf 58.246 Unternehmen aus. Sie beschäftigen 314.467 Arbeitnehmer (minus 1 %) und bilden 20.524 (minus 886) Nachwuchskräfte aus. Zum Jahresende rechnet die HWK aufgrund des konjunkturellen Auftriebs in der Branchengruppe mit einem erneut leichten Anwachsen des Betriebsbestands. Begünstigt wird die Entwicklung durch eine anhaltend geringe Insolvenz-Quote. In 2014 waren lediglich 338 Insolvenzfälle im Handwerk im Regierungsbezirk Düsseldorf zu registrieren; 21 mehr als ein Jahr zuvor.

Besonderheit: Trotz einer historischen Hausse der Konjunktur im Handwerk haben die Bäcker, Bauunternehmer, Werkstatt-, elektro- oder installationstechnischen Betriebe an Rhein, Ruhr und Wupper ihre personellen Kapazitäten nicht weiter aufgestockt. „Auf dem handwerklichen Arbeitsmarkt herrscht Flaute. Die Firmen bemühen sich zur Kompensation intensiv um Nachwuchs, können ihre Lehrstellen aus Mangel an Bewerbern aber vielfach nicht besetzen,“ beschrieb Kammerpräsident Andreas Ehlert das Dilemma als „größtes Wachstumshemmnis“.

Auch die Zahl der Qualifizierungslehrgänge reichte im Jahr 2014 nicht mehr an das Niveau des Vorjahres heran; 3.119 Handwerkerinnen und Handwerker legten eine technische oder betriebswirtschaftliche Fort- und Weiterbildungsprüfung vor der Akademie der Handwerkskammer ab; 300 weniger als ein Jahr zuvor. „Wer Auftragsspitzen bei schmaler Personaldecke abarbeiten muss, kann sich weniger um Weiterbildung kümmern“, erläuterte Ehlert den Rückgang. Auch die Meisterschulen entließen in 2014 einen kleineren Prüfungsjahrgang als zuvor. 950 Absolventen konnten die begehrte Urkunde in Empfang nehmen, die zur selbstständige Betriebsführung und Ausbildung berechtigt; 72 weniger als 2013. Ehlert: „Da machte sich vor allem der demografische Schwund an Menschen in der Altersgruppe der 20 bis 30-Jährigen bemerkbar.“ Die Kammer hat ihr Marketing forciert und eine „Pro-MeisterInnen-Kampagne“ aufgelegt.

Wesentlich mehr zu tun als ein Jahr zuvor bekamen dagegen die Beratungsabteilungen der Kammer. Die betriebswirtschaftlichen, Technik-, Rechts- und Ausbildungsberater betreuten 13.069 Fälle – ein satter Anstieg um 2.000 beratene Unternehmen. Das Gros des Zuwachses entfällt auf ratsuchende Handwerker vor oder in Rechtsauseinandersetzungen. 5.790 Mal war ein juristisches Anliegen der Einschaltungsgrund – ein Zuwachs um 1920 Fälle. „Immer häufiger kürzen Auftraggeber unberechtigt Handwerkerrechnungen; auch die Klärung von gewerberechtlichen Voraussetzungen vor einer Eintragung in die Handwerksrolle verursacht angesichts einer immer internationaleren Handwerkerschaft verstärkt Aufwand. Den wir aber gerne leisten, verweist er doch auch auf die hohe berufliche Integrationskraft des Handwerks“, betonte Ehlert.
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