Nachwuchsförderung in der Analytik

Doktorandenseminare als Karrierebaustein

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, ist ein wichtiges Anliegen der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und ihrer Fachgruppen. Dabei geht es nicht nur um Auszeichnungen und Reisestipendien, sondern auch um Vortragstagungen und Seminare für junge Chemikerinnen und Chemiker. "Zum 19. Mal führt unser Arbeitskreis Separation Science nun schon sein Doktorandenseminar durch, und zum dritten Mal jährt sich die Doktorandentagung in Attendorn unter Beteiligung von vier weiteren Arbeitskreisen der Fachgruppe und dem Ausschuss für Qualitätsmanagement von Eurolab/D. In Vorträgen und Diskussionen können hier Doktoranden ihre eigenen Arbeitsergebnisse selbstständig präsentieren, was für ihre Weiterentwicklung von großer Bedeutung ist. Sie können sich gegenseitig kennen lernen oder wiedersehen und sich somit einen festen Platz im wissenschaftlichen und beruflichen Netzwerk sichern", hebt der Vorsitzende der Fachgruppe Analytische Chemie, Professor Dr. Klaus-Peter Jäckel, BASF SE, hervor.

Vom 11. bis 13. Januar 2009 findet im Hessen Hotelpark Hohenroda das nächste Doktorandenseminar des AK Separation Science (früher: Chromatographie) statt. Erwartet werden weit über 100 junge Wissenschaftler und auch "alte Hasen" aus Hochschulen, Behörden und Industrie. Ursprünglich als Veranstaltung geplant, die ost- und westdeutsche Trenntechniker zusammenführen sollte, hat das Doktorandenseminar des AK Separation Science eine solche Eigendynamik entwickelt, dass es sich inzwischen im Tagungskalender der Trenntechniker verankert hat. Zahlreiche Teilnehmer von außerhalb der Hochschulen, die einst als Doktoranden bei einem der Seminare dabei waren, nehmen auch heute noch regelmäßig daran teil - eine gute Gelegenheit, um potentielle neue Kolleginnen und Kollegen kennen zu lernen. Traditionell hat das Seminar auch stets den Erfahrungsbericht eines Berufsanfängers im Programm, der einen Einblick in zukünftige Tätigkeitsfelder vermittelt und Berufsperspektiven für den Nachwuchs aufzeichnet. Der begehrte Ernst-Bayer-Preis für junge Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken wird gleich zu Beginn des Seminars verliehen, und zwar an Dr. Wiebke Lohmann, Universität Münster, für die herausragende Publikation "Generation and identification of reactive metabolites by electrochemistry and immobilized enzymes coupled online to liquid chromatography/mass spectrometry", die in der Zeitschrift "Analytical Chemistry" erschienen ist.

Die Arbeitskreise Chemometrik und Labordatenverarbeitung, Chemo- und Biosensoren, Prozessanalytik und Elektrochemische Analysenmethoden der Fachgruppe Analytische Chemie sowie der Ausschuss für Qualitätsmanagement von Eurolab/D veranstalten ihre dritte Doktorandentagung vom 15. bis 17. Februar 2009 in Attendorn in der Akademie Biggesee. Die Organisatoren erwarten wie beim zweiten Treffen auch diesmal eine weitere deutliche Zunahme der Teilnehmerzahlen. Vorgesehen sind zahlreiche Doktorandenvorträge, zudem können Posterbeiträge eingereicht werden. Den Eröffnungsvortrag hält Professor Dr. Kerstin Thurow, die als Chemikerin Direktorin des Instituts für Automatisierungstechnik/Center for Life Science Automation der Universität Rostock ist. In einem Abendvortrag stellt der Chemiker Dr. Christian Ewers von der Beratungsfirma Cephasys vor, wie man Prozesse in der chemischen und pharmazeutischen Industrie analysieren und verbessern kann.
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