Fakultät für Physik: Dr. Axel Hager-Fingerle erhält Promotionspreis

Auszeichnung würdigt methodisch vielseitige Untersuchung zur Entropieproduktion

(PresseBox) ( Göttingen, )
Die Göttinger Fakultät für Physik vergibt im Sommersemester 2008 den Preis für die beste Promotion an Dr. Axel Hager-Fingerle. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro aus Mitteln der Dr. Berliner-Dr. Ungewitter-Stiftung dotiert und würdigt seine Dissertation auf dem Gebiet der Thermodynamik. Die Preisverleihung findet am Montag, 14. Juli 2008, im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums an der Georg-August-Universität statt.

Dr. Hagen-Fingerle befasst sich in seiner Arbeit mit der Entropieproduktion - dem universellen "Streben" zum Gleichgewicht, das ebenso Materie im expandierenden Universum wie auch Materialien des täglichen Lebens betrifft. Schwerpunkt seiner Untersuchungen zu Systemen außerhalb des thermischen Gleichgewichts bildet feuchte granulare Materie. Hier hat der Physiker insbesondere thermodynamische Prozesse untersucht, die mit Energieverlust verbunden sind und damit Auswirkungen auf die Entropiezunahme haben. In diesem Zusammenhang konnte der Wissenschaftler Phasenübergänge zwischen gas- und flüssigkeitsartigem Verhalten sowohl theoretisch als auch experimentell nachweisen. Von einer "methodisch außerordentlich vielseitigen Arbeit" spricht Prof. Dr. Stephan Herminghaus, der die Dissertation am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation betreut hat.

Die Berliner-Ungewitter-Stiftung wurde nach Dr. Wolfgang und Elise Ungewitter und Prof. Dr. Anna Berliner benannt.
Das Ehepaar Ungewitter vermachte 1981 einen Großteil seines Vermögens der medizinischen und der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät im Gedenken an ihren im Krieg gefallenen Sohn, der in Göttingen Physik studieren wollte. Dr. Berliner, Professorin für Psychologie an der Pacific University in Forest Grove, musste 1938 als Jüdin in die USA emigrieren. Trotz ihrer Erfahrungen im Dritten Reich blieb sie der Georg-August- Universität, an der ihr Mann Physik und Mathematik studiert hatte, so verbunden, dass sie 1977 ihren Nachlass im Wesentlichen der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät stiftete. Die Berliner-Ungewitter-Stiftung vergibt Stipendien und Preise an hochqualifizierte junge Wissenschaftler.
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