Prof. Joachim Bös wird geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IDMT

(PresseBox) ( München, )
Prof. Joachim Bös hat zum 1. Oktober 2019 die geschäftsführende Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT übernommen. Neben der Institutsleitung wird Joachim Bös auch als neu berufener Professor das Fachgebiet »Industrielle Anwendungen von Medientechnologien« an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Ilmenau aufbauen. Bisher war er an der Technischen Universität Darmstadt als Akademischer Direktor und stellvertretender Leiter des Fachgebiets Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik SAM tätig.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT entwickelt auf Basis intelligenter Signalverarbeitung und individuellen Systemdesigns Audiolösungen für den Unterhaltungssektor und industrielle Anwendungen. Ein weiteres Kompetenzfeld des Instituts ist die automatisierte und sichere Audio- und Videoanalyse mit maschinellen Lernverfahren. Prof. Bös wird seine bisherigen Forschungsschwerpunkte Technische Akustik, Maschinenakustik, Körperschall sowie Bewertung und Beeinflussung von Geräuschentstehung strategisch in die künftige Ausrichtung des Fraunhofer IDMT einbringen.

»Die Forschung auf dem Gebiet audiovisueller Medien weist eine enorme Bandbreite an Anwendungsfeldern auf und reicht vom Unterhaltungssektor bis hin zu industriellen Anwendungen. Die Entwicklungen auf diesem Gebiet sind essentiell für zahlreiche Wirtschaftszweige und eine wichtige Grundlage für innovative Lösungen«, sagt Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Ich freue mich, dass wir mit Prof. Bös einen hochqualifizierten und renommierten Wissenschaftler als Institutsleiter des Fraunhofer IDMT begrüßen können.«

Prof. Bös erklärt: »Am Fraunhofer IDMT kann ich auf langjährige und weltweit anerkannte Forschungsarbeiten im Bereich der immersiven Audiowiedergabe und der KI-basierten Analyse audiovisueller Inhalte aufbauen. Hier sehe ich großes Potenzial, um basierend auf meinen bisherigen Forschungsansätzen neue Anwendungsfelder im industriellen und maschinenbaulichen Kontext zu erschließen. Dies gilt insbesondere für die Themen automatisierte Analyse von Audiodaten zur akustischen Qualitätskontrolle und virtuelle akustische Produktentwicklung. Auch möchte ich weiterhin darauf hinarbeiten, dass im Produktentwicklungsprozess die akustischen Emissionen von Anfang an berücksichtigt werden – das ist in der industriellen Praxis bislang leider noch eher selten der Fall. Ich freue mich darauf, meine Erfahrung und Expertise einzubringen, um die Kernkompetenzen des Instituts weiter zu stärken, neue Forschungsgebiete aufzubauen und neue Anwendungsfelder zu erschließen. Dabei setze ich vor allem auf eine enge Kooperation mit der Technischen Universität Ilmenau und auf die gute Zusammenarbeit mit den vielen Forschungspartnern des Fraunhofer IDMT.«

Joachim Bös studierte Maschinenbau an der TU Darmstadt und an der State University of New York (SUNY) at Buffalo, USA, und arbeitete danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Mechatronik und Maschinenakustik der TU Darmstadt. Von 2003 bis 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzcenter Mechatronik/Adaptronik des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt und promovierte im April 2004 an der TU Darmstadt zum Thema »Numerical shape optimization in structural acoustics«. 2008 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am heutigen Fachgebiet Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik SAM der TU Darmstadt und 2009 stellvertretender Leiter des Fachgebiets SAM. Bis zu seinem Ruf an die TU Ilmenau und an das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT war Joachim Bös zuletzt als Akademischer Direktor am Fachgebiet SAM und in Nebentätigkeit weiterhin für das Fraunhofer LBF tätig.
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