Warum Hand-Desinfektionsmittel und Sonnenlotionen potenziell schädlich für Fahrzeug-Innenräume sind

(PresseBox) ( Köln, )

Chemikalien wie zum Beispiel Ethanol, das insbesondere in Desinfektionsmitteln enthalten ist, können mit den Materialien der Fahrzeug-Innenräume reagieren
Ford testet unter extremen Bedingungen, damit Fahrzeuge den Herausforderungen standhalten und länger gut aussehen
Ziel ist die Entwicklung von Beschichtungen, die gegenüber Chemikalien oder auch UV-Licht resistent sind und daher sicherstellen, dass die im Auto-Innenraum verbauten Materialien während des gesamten "Fahrzeuglebens" wie neu aussehen
Ford-Experte: "Selbst das harmloseste Produkt kann Probleme verursachen, wenn es hunderte oder sogar tausende Male im Jahr mit Material-Oberflächen in Berührung kommt" 


Hand-Desinfektionsmittel wie Gels und Reinigungstücher, von denen viele Ethanol enthalten, und Sonnenlotionen mit hohem Lichtschutzfaktor haben zahlreiche Vorteile für unsere Gesundheit. Die zunehmende Nutzung dieser Produkte ist jedoch eine schlechte Nachricht für die Innenräume unserer Autos. Denn einige der Chemikalien - wie zum Beispiel Ethanol, das insbesondere in Desinfektionsmitteln enthalten ist -, können mit den Materialien der Fahrzeug-Innenräume reagieren und diese Materialien optisch altern und verschleißen lassen - es sei denn, diese Werkstoffe wurden ab Werk speziell behandelt und geschützt. Dies ist eine Herausforderung, der sich die Ford-Experten stellen. Das Ziel ist die Entwicklung von Beschichtungen, die gegenüber äußeren Einflüssen wie Chemikalien oder auch UV-Licht (Sonneneinstrahlung) resistent sind und daher sicherstellen, dass die im Auto-Innenraum verbauten Materialien während des gesamten "Fahrzeuglebens" wie neu aussehen - denn das ist ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und verbessert zudem auch den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs.

Dies der Link auf ein entsprechendes Video: https://youtu.be/-QoXnGIFhQ8

"Oberfläche zum Beispiel des Instrumententrägers oder mit der Mittelarmlehne Von Desinfektionsmitteln für die Hände über Sonnenlotionen bis hin zu Insektenschutzmitteln - die Verbrauchertrends ändern sich und kontinuierlich kommen neue Produkte auf den Markt", sagt Mark Montgomery, Senior Materials Engineer am Materials Technology Centre bei Ford im britischen Dunton. "Selbst das harmloseste Produkt kann Probleme verursachen, wenn es hunderte oder sogar tausende Male im Jahr mit Material-Oberflächen in Berührung kommt."

Ford-Teams in Dunton und Köln testen Fahrzeuginnenraum-Materialien wie zum Beispiel Kunststoffe bei über 70° C - auf diese Temperatur und mehr kann sich an einem heißen Sonnentag der Innenraum eines geparkten Fahrzeugs aufheizen. Mit starkem ultraviolettem Licht simulieren die Experten zudem Material-Alterungsprozesse, die durch permanente Sonneneinstrahlung verursacht werden. Die Dauer der UV-Lichteinwirkung beträgt bei den Tests bis zu 1.152 Stunden (48 Tage).

Außerdem testen die Ford-Materialexperten verschiedene Kunststoffe und Komposit-Materialien auf ihre Beständigkeit bei Temperaturen von bis zu minus 30°C - dies ist ein Temperaturbereich, in dem insbesondere Kunststoffe spröde und brüchig werden können. Auf die getesteten Werkstoffe prallt dabei immer wieder ein Gummiball, der zehnmal schwerer als ein regulärer Fußball ist, um die Dauerbelastbarkeit des Materials zu ermitteln.

Basierend auf diesen Ergebnissen und Erkenntnissen lassen sich Schutzlacke entwickeln, die ab Werk auf die Kunststoff-Oberflächen aufgetragen werden. Die Lacke stellen sicher, dass die entsprechend behandelten Materialien widerstandsfähiger insbesondere gegenüber Chemikalien, Temperaturschwankungen und UV-Einstrahlung werden.

Der europäische Markt für Hand-Desinfektionsmittel soll in den kommenden Jahren um 60 Prozent anwachsen* anwachsen - von knapp 330 Millionen Euro im Jahr 2018 auf über 520 Millionen Euro bis 2024. Sonnenlotionen mit hohem Lichtschutzfaktor enthalten überdies größere Mengen an Titanoxid, das mit Kunststoffen und natürlichen Ölen reagieren kann, die in Leder vorkommen, besonders wenn es heiß ist. Diethyltoluamid ist darüber hinaus der häufigste Wirkstoff in Insektenschutzmitteln, die ebenfalls negative Auswirkungen auf die Beschaffenheit von Oberflächen haben können. 

* https://www.maiaresearch.com
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