FireEye kommentiert: "Die Nachlässigkeiten müssen ein Ende haben" - ehemaliger Cyberabwehr-Chef des britischen Verteidigungsministeriums fordert öffentliche Aufklärungskampagne

(PresseBox) ( London, )
Major General Jonathan Shaw, ehemaliger Leiter der Cyberabwehr-Abteilung im britischen Verteidigungsministerium, hat gestern eine großangelegte Aufklärungskampagne zu Cyber-Bedrohungen gefordert. Als Grund gab er an, dass Großbritannien derzeit in Hinblick auf Cyber-Angriffe "extrem gefährdet" sei. Nach dem Statement haben zahlreiche Abgeordnete ebenfalls vor dem Risiko eines Angriffs auf das Militär gewarnt, insbesondere hervorgerufen durch eine übermäßige Abhängigkeit von IT-Systemen und bisherigen Nachlässigkeiten im Bezug auf das aktuelle Bedrohungspotenzial, das von Cyber-Attacken ausgeht. James Arbuthnot, Vorsitzender des Defence Committee äußerte dazu die Einschätzung, dass es sich dabei um ein Thema von "äußerster Dringlichkeit und Komplexität handelt, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit aus dem Ministerium rechtfertigt".

Yogi Chandiramani, Senior Manager of Systems Engineering für Europa bei FireEye, einem Unternehmen, das sich auf die Erkennung von bisher unbekannten Cyber-Attacken spezialisiert hat, sieht in einer solchen offensiven Aufklärungskampagne einen Schritt in die richtige Richtung:

"Unser tägliches Leben hängt heutzutage so stark von der Nutzung des Internets ab, dass ein Aufruf wie von Major General Shaw zu mehr Aufklärung und Aufmerksamkeit nur begrüßt werden kann. Menschliche Fehler sind immer noch in zu hohem Maße für Zwischenfälle verantwortlich und die zunehmende Ahnungslosigkeit - gepaart mit immer raffinierteren Cyberkriminellen - hat das Bedrohungsniveau merklich ansteigen lassen. Moderne Hacker haben die klassischen Phishing-Attacken längst hinter sich gelassen und verwenden nun gezielte und komplexere Angriffe als noch vor ein paar Jahren. Der richtige Schritt für die Regierung muss es deshalb sein, die Öffentlichkeit kontinuierlich über die steigenden Sicherheitsrisiken aufzuklären und zu unterrichten, um die Bedrohungslage unter Kontrolle zu halten.

Eine Investition wie die der britischen Regierung in das National Cyber Security Programme ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Politik sich endlich des Themas annimmt, jedoch müssen dringend noch weitere Schritte unternommen werden, um das Militär und die breite Öffentlichkeit vor den verheerenden Auswirkungen eines möglichen Cyber-Angriffs oder anhaltender Cyber-Spionage zu schützen. Nachdem traditionelle Sicherheitslösungen nicht mehr alleine für den Schutz der IT sorgen können, müssen Regierungen und Unternehmen Abwehrsysteme installieren, die ebenso ausgeklügelt sind, wie die Angriffe, die sie vereiteln sollen. Einfach ausgedrückt, kann man sagen, dass die Nachlässigkeiten der letzten Jahre ein Ende haben müssen und dass die zahlreichen Fälle von sensiblen Datenverlust sowie die Verbreitung von hochentwickelter Malware ein Weckruf für alle sein muss, jetzt zu handeln."
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