Bei Anruf Kosten: Hohe Telefonrechnung durch Windows-Mobile-Trojaner

F-Secure warnt vor dem Smartphone-Game "3D Anti-Terrorist Action"

(PresseBox) ( München, )
Sollten sich Nutzer eines Windows-Mobile-Smartphones dieser Tage wegen erhöhter Telefonrechnungen wundern, so mag das daran liegen, dass sie das Spiel "3D Anti-Terrorist-Action" auf ihrem Windows-Mobile-Gerät installiert haben. Der kostenlose First-Person-Shooter ist bereits seit zwei Jahren auf dem Markt, russische Hacker haben nun in dem Spiel einen Trojaner versteckt. Wie das F-Secure Weblog berichtet, führt der Trojaner unaufgefordert und selbstständig Telefonate in internationale kostspielige Mehrwertdienste.

Absicht ist dabei, mit der modifizierten Betrugsmethode einen kriminellen Beutezug zu starten und illegal Geld zu verdienen. Der Trojaner nistet sich dabei in das Smartphone ein und agiert im Hintergrund. Eine Analyse des Codes zeigt, wie der Trojaner diverse Telefonate mit bestimmten Service-Nummern vorbereitet und dann einleitet. Um einen größtmöglichen Schaden zu erzielen, stellen die Kriminellen das betrügerische Game auf diversen Download-Seiten kostenlos zur Verfügung.

Vorbeugen tut Not

Vielen Anwendern ist zwar bewusst, dass ein PC mit einer entsprechenden Antivirenlösung ausgestattet werden muss, bei Smartphones und sonstigen mobilen Endgeräten fehlt dabei derzeit aber der nötige Leidensdruck. Das nutzen Hacker gnadenlos aus und attackieren vermehrt mobile Plattformen wie in diesem Fall "Windows Mobile". Ein gesundes Misstrauen schützt in der Regel vor Schlimmerem, auch wenn das Game auf vermeintlich sicheren und bekannten Webseiten zum Download angeboten wird. Hier wäre es ratsam, sich schon im Vorfeld auf einigen bekannten Quellen über das Spiel zu informieren oder gleich auf Nummer sicher zu gehen und eine Antivirenlösung auf dem mobilen Endgerät zu installieren.

F-Secure hat bereits einige Berichte des schadhaften Windows-Mobile-Game erhalten, von einem großangelegten Angriff zu sprechen, wäre aber übertrieben. Dieser Vorfall erinnert die finnischen Sicherheitsexpertem allerdings an ein ähnliches Ereignis: "Case Mosquitos" machte vor rund sechs Jahren auf Symbian-Geräten seine Runden.
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