Grenzüberschreitende Lärmschutz-Sicherheitskonferenz in der Slowakei

Schwerhörigkeit Berufskrankheit Nummer Eins. Österreichische Firma initiiert internationalen Expertentreff

(PresseBox) ( Kremsmünster/Kosice, )
Bis zu 40 Prozent der Arbeitnehmer klagen über Lärm am Arbeitsplatz. Gemeinsam mit dem slowakischen Tochterunternehmen Poly s.r.o. präsentierte der oberösterreichische Schaumstoffproduzent Eurofoam bei der Lärmschutz-Sicherheitskonferenz im slowakischen Kosice am 17. Juni wirksame Lösungen gegen Lärmbelästigung. Experten diskutierten über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Mehr als 60 Firmen nahmen an der Sicherheitskonferenz teil.

"Schwerhörigkeit gehört mittlerweile zu den am häufigsten auftretenden Berufskrankheiten", sagt Manfred Marchgraber, Geschäftsführer von Eurofoam. Lärmbelastung und deren gesundheitliche Folgen beschränken sich nicht nur auf Fabriken und Maschinenhallen, auch in Großraumbüros steigt der Lärmpegel kontinuierlich. Der Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz stand deshalb im Mittelpunkt der Lärmschutz-Sicherheitskonferenz, die am 17. Juni in Kosice/Slowakei stattfand.

Initiatoren dieser Veranstaltung waren Eurofoam Österreich und deren slowakisches Tochterunternehmen Poly s.r.o. Zu Wort kamen Vertreter aus Wirtschaft und Arbeitsorganisationen, wie z. B. Mag. Konstantin Bekos (österreichischer Handelsdelegierter in Pressburg), Ing. Andrea Burdova (Vorstand des Arbeitsinspektorates in der Slowakei) und Ing. Johann Karmel (Vorstand des österreichischen Verbandes für Arbeitssicherheit). Sie sprachen über bilaterale Beziehungen und Erfahrungen der in der Slowakei tätigen österreichischen Unternehmen sowie Lärmschutz und Arbeitssicherheit.

Akustikdeckenwürfel reduzieren Lärmpegel

Helmut Schnapper, Geschäftsfeldleiter von Eurofoam audiotec, präsentierte bei der Lärmschutz-Sicherheitskonferenz in Kosice Ideen für wirksamen Lärmschutz. Gemeinsam mit Dipl. Ing. Frantisek Forgacs, Geschäftsführer der Eurofoam-Tochter Poly s.r.o. in Zilina, informierte er auch über Verbesserungen der Raumakustik. Vorgestellt wurden Akustikdeckenwürfel von Eurofoam audiotec, mit denen Lärmpegel und Nachhallzeit in Räumen verringert werden. "Mit den sogenannten Breitband-Körperabsorbern kann die Lautstärke um 40 Prozent reduziert werden", erklärt Helmut Schnapper. Die hohe Absorptionsfläche, das geringe Gewicht und die große Farbenvielfalt machen die Deckenwürfel universell einsetzbar. Eurofoam audiotec präsentierte auf der Sicherheitskonferenz auch Breitband-Flachabsorber und Akustik-Dekorplatten, die an Wand und Decke angebracht werden. Nach den Vorträgen konnte Eurofoam einige konkrete Einzelgespräche mit den anwesenden Unternehmen führen. Dabei wurde über Möglichkeiten und Systeme zur individuellen Lärmpegelreduktion in Produktionshallen gesprochen. Die Außenhandelsstelle in Pressburg bestätigte den Erfolg der Veranstaltung, der anhand von Fragebögen ermittelt wurde. Deshalb plant Eurofoam, ähnliche Veranstaltungen auch in Nachbarländern durchzuführen.

Ständiger Lärm macht krank

Unternehmen müssen ihre Arbeitnehmer vor Lärm am Arbeitsplatz schützen. Das betrifft nicht nur Mitarbeiter in Fabrikhallen, sondern auch jene in Großraumbüros. Für viele Arbeiten gibt es festgelegte Lärmgrenzen: Bei überwiegend geistiger Tätigkeit gelten 50 Dezibel (dBA) als Lärmgrenze, bei normaler Büroarbeit dürfen 70 Dezibel nicht überschritten werden. Sind Arbeitnehmer einer ständigen Lärmbelästigung ausgesetzt, klagen sie über leichte Atembeschwerden und Kopfschmerzen. 60 Dezibel verändern Blutdruck- und Herzfrequenz, ab 85 Dezibel wird das Gehör geschädigt. Ab diesem Lärmpegel müssen Arbeitnehmer einen Gehörschutz tragen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.