Handys und Soziale Netze verändern das Verhalten von US-Teenagern

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
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- Repräsentative Ericsson-Umfrage unter US-Teenagern untersucht soziale Funktion der elektronischen Kommunikationsformen
- SMS und Handy-Gespräche sind nach den persönlichen Verabredungen die wichtigsten Kommunikationsformen
- Studie zeigt zunehmende Beliebtheit von Video-Chat-Diensten
- Soziale Netze dienen zur Anbahnung von Liebesbeziehungen

Wie kommunizieren Teenager am liebsten untereinander? Wie finden sie ihre erste Liebe? Antworten auf diese Fragen liefert eine Umfrage, die das Ericsson ComsumerLab zwischen Juni und November 2011 unter US-Jugendlichen durchgeführt hat. Ziel dieser Untersuchung war es, aktuelle Trends bei der Kommunikation und Partnersuche in dieser Altersgruppe aufzuzeigen. Dabei wurde insbesondere die Nutzung von elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten - wie etwa SMS, Handy-Telefonate, Facebook oder das heimische Festnetztelefon - analysiert.

Neben den persönlichen Treffen (76 Prozent) möchten die meisten der befragten 13- bis 17-Jährigen ungern auf die SMS-Kommunikation verzichten (71 Prozent). Mit Abstand (57 Prozent) folgen Gespräche per Handy und die Kommunikation über Facebook (37 Prozent). Dagegen spielen Kommunikationsformen wie etwa Gespräche über das Festnetztelefon, E-Mail, Instant Messaging oder Twitter nur eine geringe Bedeutung. Bei der Frage, auf welche Kommunikation man am allerwenigsten verzichten möchte, liegen jedoch sowohl Facebook als auch das Handy-Telefonat (jeweils 5 Prozent) weit hinter dem persönlichen Austausch (58 Prozent) und SMS (26 Prozent). Generell werden Telefongespräche von den Jugendlichen überwiegend als eine Kommunikationsform für Erwachsene angesehen. Gesprächspausen werden als peinlich empfunden. 59 Prozent der Jungen und 47 Prozent der Mädchen halten sich darum lieber kurz. Sie sprechen weniger als vier Minuten miteinander.

Die Studie zeigt zudem, dass das Thema Social Media im Leben der US-Teenager mittlerweile eine zentrale Rolle spielt - zum Beispiel bei der Entstehung von Liebesbeziehungen. Nach einem ersten persönlichen Kennenlernen wird der gezielte Austausch über Facebook für einen intensiveren Kontakt genutzt. Dabei geht es zunächst um eher unverbindliche Verabredungen - meist mit mehreren Jugendlichen. Danach erfolgen Einzelverabredungen zwischen den Verliebten. Eine geglückte Partnerschaft wird dann über den Facebook-Beziehungsstatus an den gesamten Freundeskreis kommuniziert.

Wie Angehörige älterer Altersgruppen nutzen auch US-Teenager ihre Facebook-Präsenz zur Kontaktpflege mit Freunden und Bekannten. Allerdings dient ihnen die Plattform deutlich stärker zur Selbstdarstellung, indem etwa emotionale Botschaften wie Liedertexte eingestellt werden. Die durchschnittliche Anzahl der "Facebook-Freunde" ist mit 265 Einträgen etwa fünf Mal höher als die Zahl der im eigenen Handy gespeicherten Kontakte. Dabei werden Facebook-Freundschaften mit völlig fremden Personen praktisch nie geschlossen. Auch gilt es als seltsam, eine zu große Zahl von "Freunden" bei Facebook zu besitzen, wobei die empfundene Grenze bei etwa 350 Einträgen gezogen wird.

Während die Nutzung von Instant Messaging stagniert, werden Video-Dienste wie Skype häufiger verwendet. Sie werden eingesetzt, um sich virtuell zu treffen, wenn ein persönliches Zusammenkommen gerade nicht möglich oder von den Eltern nicht erlaubt wird. Über ein Drittel der Befragten gab an, Video-Chats auch für die Erledigung von Hausaufgaben zu verwenden. Insbesondere bei 13- bis 15-jährigen Mädchen sind Video-Chats sehr beliebt, um sich gleich mit mehreren Freundinnen zu "treffen". Hierbei erfreut sich der Dienst ooVoo in den USA zunehmender Beliebtheit.

Menschen modifizieren ihre Kommunikationsgewohnheiten mit zunehmendem Alter, aber nutzen einmal als nützlich erlebte Dienste weiterhin. Deshalb erwarten die Forscher des Ericsson ConsumerLab, dass gerade die Bedeutung von videobasierten Kommunikationsformen im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich zunehmen wird.

Die Studie basiert auf einer zwischen Juni und November 2011 durchgeführten Online-Befragung von fast 2000 US-Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Ergänzt wurde die Befragung durch 44 Interviews. Sie ist repräsentativ für 20 Millionen Teenager im entsprechenden Alter. Die Ergebnisse lassen sich in ähnlicher Form auch auf viele andere Länder übertragen.

Video: http://www.ericsson.com/thecompany/press/broadcastroom
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