Medizin bricht auf in den Cyberspace

(PresseBox) ( Hannover, )
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- TeleHealth erstmals in CeBIT integriert
- Telemedizin und eHealth im Fokus
- Kongress, Networking und Ausstellung unter einem Dach

Eines ist sicher: Vor Krankheiten schützen moderne IT-Lösun­gen nicht. Aber sie helfen uns, die Folgen von Erkrankungen leichter zu ertragen. Auf der CeBIT 2008 wird deutlich: Die Informationstechnologie hält mit großer Dynamik Einzug ins Krankenzimmer, wird quasi zum unverzichtbaren Assistenten des Arztes.

Auf der in diesem Jahr erstmals in die CeBIT integrierten TeleHealth werden der Diabetiker zum Cyber-Patienten, das heimische Bett zum drahtlosen Schlaflabor und die Arztpraxis zum Kommunikationszentrum. An zwei Tagen, 7. und 8. März 2008, präsentiert die TeleHealth in Halle 8 telemedizinische Verfahren im Gesundheitswesen und neueste eHealth-Lösungen. Neben einem abwechslungsreichen Kongressprogramm aus Fach- und Firmenvorträgen, Workshops und Symposien erwarten den Besucher Networking-Angebote sowie ein umfassender Ausstellungsbe­reich:

Digitales Blutzucker-Tagebuch

Die Zeiten, in denen Diabetiker Blutzuckerwerte per Hand in ein Tagebuch eingetragen haben, neigen sich dem Ende zu. Am Stand des Unternehmens BodyTel (Stand B35) können Messebesucher die Lösung 'GlucoTel' bestaunen - ein System, das das Diabetes-Management kinderleicht macht. Komplett drahtlos nimmt das Messgerät Kontakt mit dem Handy des Patienten auf. Das wiederum funkt die Blutzuckerwerte automatisch in ein elektronisches Blutzucker-Tagebuch im Internet. Spielerei? Keines­wegs: Via Internet kann der Patient seinem Arzt die Messwerte jederzeit zugänglich machen und ihn dann in jeder Lebenslage um Rat fragen - zu Hause, auf Geschäftsreise oder im Urlaub.

Drahtloses Schlaflabor

Drahtlos geht es auch am Stand des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme (Stand B13) zu. Nicht für Diabetiker, sondern für Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom. Bisher müssen diese Patienten zur genauen Diagnostik in ein Schlaflabor fahren und sich dort, dutzendfach verkabelt, für ein bis zwei Tage ins Bett legen. Der Fraunhofer-Prototyp 'Sleep-Bee' eines multisensoriellen ambulanten Schlafsystems zeigt, dass es auch anders geht: Dank Funktechnik ist eine Verkabelung nicht mehr nötig. Weil sich das System dadurch einfacher bedienen lässt, kann der Patient alle Analysen zu Hause im eigenen Bett absolvieren.

Mit elektronischen Akten sind Ärzte immer bestens informiert

Messwerte sind freilich nicht alles: In Zeiten zunehmender chronischer Erkrankungen müssen alle an der Versorgung eines Patienten beteiligten Einrichtungen eng kooperieren. Optimale Voraussetzungen dafür schaf­fen webbasierte elektronische Patientenakten, die einen besonderen Schwerpunkt der TeleHealth bilden. Bei der Lösung 'vita-X' der CompuGROUP (Stand B06) verschafft der Patient seinen Ärzten per Chip­karte Zugriff auf persönliche medizinische Daten und kann die Daten selbst an Computer-Terminals einsehen, beispielsweise in zwei DocMorris-Apotheken in Köln. Eine Messeneuheit ist außerdem die Lösung 'simplify vita-X', mit der die webbasierte Akte voll in die EDV-Sys­teme der Ärzte integriert wird. Befunde von Kollegen stehen dem Arzt damit genauso einfach zur Verfügung wie die eigenen.

Mit der 'LifeSensor'-Akte bietet auch das Unternehmen InterComponentWare (Stand B15) eine webbasierte elektronische Patien­tenakte an, auf die die Patienten sogar am eigenen PC oder auch - beson­ders komfortabel - per iPhone zugreifen können. Auf der TeleHealth wird ein Demonstrator zu sehen sein, bei dem ein Patient vom Hausarzt zum Facharzt und schließlich in die Klinik kommt. Alle relevanten Dokumente stehen den unterschiedlichen Ärzten in den jeweiligen Informationssys­temen jederzeit zur Verfügung, sodass es bei der Patientenversorgung zu keinerlei Verzögerung mehr kommt.

Die elektronische Gesundheitskarte auf Hausbesuch

Damit auch der Datenschutz nicht zu kurz kommt, will die Bundesregie­rung als Zugangsticket zu elektronischen Patientenakten und telemedizi­nischen Dienstleistungen aller Art ab Frühjahr 2008 die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland einführen. Verantwortlich dafür ist die Betreibergesellschaft gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Stand B37). Sie wird die TeleHealth erstmals nut­zen, um über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Wie künf­tig elektronische Rezepte zwischen Arzt und Apo­theke ausgetauscht wer­den, wie Krankenkassen auf elektronischem Wege die Versichertendaten aktualisieren, wie Ärzte komfortabel per biometri­schem Fingerabdruck Unterschriften leisten ­- all das erleben die Besucher der TeleHealth live mit. Brandneu ist dabei ein mobiles Szenario, mit dem die gematik erst­mals öffentlich zeigt, wie Ärzte auch bei Hausbesuchen mit der elektroni­schen Gesundheitskarte arbeiten können.
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