Batteriesensor schützt vor bösen Winterüberraschungen

(PresseBox) ( Regensburg, )
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- Elektronik von Continental erfasst kontinuierlich die Autobatteriedaten
- Serienstart bereits im Jahr 2008
- Energiemanagement von Continental hilft beim Reduzieren des Kraftstoffverbrauchs

Gerade bei tiefen Temperaturen sorgt eine geschwächte Batterie leicht für eine böse morgendliche Überraschung: Der Wagen springt nicht an, denn dem Anlasser fehlt der notwendige Strom. Der intelligente Batteriesensor von Continental warnt frühzeitig vor einer altersschwachen Batterie und verhindert so eine entsprechende Panne. Dafür ermittelt er kontinuierlich den genauen Ladezustand der Fahrzeugbatterie. In 2008 geht der Sensor in die Serienproduktion und hilft dann zusätzlich auch beim Kraftstoffsparen.

Fast jede dritte Autopanne geht laut ADAC-Statistik auf das Konto leerer Batterien. Das hängt auch damit zusammen, dass eine Fahrzeugbatterie heute viel mehr als früher leisten muss. Schließlich hat die Elektronik heute sehr viel mehr Aufgaben übernommen: Sie sorgt in modernen Fahrzeugen für eine höhere Sicherheit an Bord, vereinfacht die Orientierung im Verkehr und steigert zum Beispiel auch mit der Sitzheizung den Fahrkomfort. Entsprechend stark ist auch die Batterie gefordert. Hier kommt der Intelligente Batteriesensor (Intelligent Battery Sensor, IBS) von Continental ins Spiel: Er misst in kurzen Intervallen Strom, Spannung und Temperatur der Batterie und überwacht so deren Ladezustand. In Zusammenarbeit mit dem Energiemanagement des Autos wird auf dieser Datenbasis eine vollständige Entladung der Batterie vermieden oder bei einer altersschwachen Batterie der Fahrer frühzeitig gewarnt.

Der Einsatz des intelligenten Batteriesensors reduziert zusätzlich auch den Kraftstoffverbrauch. Da traditionell die Fahrzeugbatterie bei laufendem Motor durchgängig mit Ladestrom versorgt wird, muss hierfür auch entsprechend Motorkraft abgezweigt werden. Dies ändert sich mit Hilfe eines modernen Energiemanagements auf Basis des intelligenten Batteriesensors. Ist die Batterie bei starker Belastung des Fahrzeugmotors ausreichend aufgeladen, unterbricht die Elektronik den Energietransport von der Lichtmaschine zur Batterie. Die Folge ist ein reduzierter Kraftstoffverbrauch. Der Fahrzeugmotor muss weniger Kraft für den Betrieb der Lichtmaschine aufwenden. Dies reduziert bei gleicher Fahrweise den Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) und sorgt so für eine größere Reichweite des Autos.

In Kombination mit einem so genannten DC/DC-Konverter (einem Spannungswandler im Fahrzeugbordnetz) ermöglicht der IBS auch die kraftstoffsparende Stopp-Start-Automatik. Hierbei wird beim Anhalten des Wagens der Motor automatisch abgeschaltet. Ideal, um so zum Beispiel bei Ampelphasen Kraftstoff zu sparen. Vor dem Abschalten des Motors wird die Batterie mit Hilfe des IBS hinsichtlich ihrer Startfähigkeit analysiert. Der eingesetzte DC/DC-Konverter puffert den Spannungseinbruch beim Starten des Motors und stabilisiert so das Bordnetz. Die elektrischen Verbraucher werden während des Anlassens des Motors in Betrieb gehalten. Das Radio spielt weiter und auch das Navigationssystem muss nicht neu gestartet werden.

Dank des Energiemanagements von Continental und der Diagnosefunktion des IBS muss sich der Autofahrer auch nach längerem Parken keine Sorgen mehr darüber machen, ob dem Anlasser noch genügend Strom für den Motorstart zur Verfügung steht. Der Sensor misst kontinuierlich die Batteriespannung, die Batterie-Temperatur, die Lade- und Entladeströme und auch den Innenwiderstand der Batterie. Aus diesen Daten generiert die Elektronik Daten über Belastung, Ladezustand und Alter der Batterie. Zeigen die Batteriedaten, dass ein Batteriewechsel notwendig wird, lässt sich dieser Wechsel problemlos durchführen: Die neue Batterie wird automatisch erkannt und wieder genau diagnostiziert. Die von dem Sensor gesammelten Daten können auch bei einer etwaigen Fahrzeugreparatur zur Fehlerdiagnose, oder auch bereits in der Fahrzeugproduktion eingesetzt werden. So werden mögliche Defekte schnell entdeckt.

Eingebaut wird der IBS direkt an der Batterie. Er passt am Minuspol genau in die Aussparung rund um den Batteriepol, der "Pol-Nische". Damit ist der IBS mit jeder europäischen Standardbatterie kombinierbar und wird zukünftig in Zusammenarbeit mit dem Kabel- und Polklemmenspezialisten Auto-Kabel weiterentwickelt.

Der intelligente Batteriesensor IBS ist ein Baustein des "Batterie- und Energie-Management" (BEM) von Continental. BEM sorgt dafür, dass der Energiehaushalt in zukünftigen Fahrzeugen optimiert wird. Dabei werden die verschiedenen Stromverbraucher im Fahrzeug ihren Verbrauch untereinander wie an einer Strombörse verhandeln. Dann stellt zum Beispiel die reine Komfortelektronik wie die Sitzheizung im Bedarfsfall ihren Verbrauch kurzfristig zugunsten der Sicherheitselektronik zurück und sichert so die Funktion der anderen Fahrzeugsysteme.

So klein der neue Batteriesensor auch ist, er ist ein weiteres Puzzlestück zum Auto der Zukunft: by-Wire-Technologien, intelligente Fahrzeugvernetzung und der Hybrid-Antrieb sorgen dann für weniger Unfälle, emissionsreduziertes Autofahren und zuverlässige und komfortable Autos.

Der Continental-Konzern gehört mit einem Jahresumsatz von mehr als 25 Milliarden Euro (Basis 2006) weltweit zu den fünf führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt das Unternehmen zu mehr Fahrsicherheit und zum Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter an nahezu 200 Standorten in 36 Ländern.

Die Division Interior der Continental AG entwickelt und produziert weltweit für Automobilhersteller und Nachausrüstung elektronische Systeme, mit denen Informationen im Fahrzeug fahrer- und situationsgerecht gesteuert und präsentiert werden. Die Division erzielt mit mehr als 33.000 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von über 6 Milliarden Euro. Zum Produktspektrum gehören unter anderem Instrumente und Multifunktionsdisplays, Kontroll- und Steuergeräte, elektronische Fahrzeug-Zugangssysteme, Reifeninformationssysteme, Klimaanlagensteuerungen und Klimaanlagenbedienungen, Radios, Multimedia- und Navigationssysteme, Telematiklösungen sowie Cockpits. Die Division Interior entwickelt die Fahrzeugelektronik, die für die Verbindung zu anderen Fahrzeugen (Car2Car), zu Verkehrs- und Mobilitätszentralen (Car2Infrastructure), dem Internet und zur nahtlosen Integration von mobilen Endgeräten (Car2Device) notwendig ist. Durch konsequente Systemintegration bietet sie ihren Kunden eine Reduktion von Komplexität und sorgt so für effiziente, kostengünstige Lösungen für das Informationsmanagement in Pkw, Nutz- und Spezialfahrzeugen.
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