EC-Karte Sicherheitslücken

(PresseBox) ( Buch am Erlbach, )
Die Zeitungen sind voll von Schreckensmeldungen und das ARD Magazin Monitor weist auf eine recht unangenehme Sicherheitslücke hin. Einhellige Meinung: Das Bezahlen mit der EC-Karte unter Verwendung einer PIN ist derzeit nicht sicher. Ein paar Hinweise zur Vermeidung von Überraschungen haben wir gefunden.

Zunächst:

Nach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 13.07.2012 sprach die deutsche Kreditwirtschaft am 12.07.2012 nur von einer theoretischen Möglichkeit der Manipulation. Das mag einen ja zunächst beruhigen. Dennoch ist Vorsicht geboten.

Der Unterschied:

Es gibt Händler, die nur das sogenannte elektronische Lastschriftverfahren anbieten. Anstelle der Eingabe einer PIN muss der Kunde nur unterschreiben. In diesen Fällen findet keine Prüfung der Echtheit der Karte und der Unterschrift statt. Es wird auch nicht geprüft, ob das Konto überzogen oder ob die Karte gesperrt ist. Das Verfahren ist für den Händler kostengünstiger, er trägt aber das Risiko durch Fälschungen geschädigt zu werden.

Der Kartenbesitzer kann eine derartige Lastschrift innerhalb von acht Wochen bei seiner Bank zurück buchen lassen. Der Betrag wird seinem Konto wieder gutgeschrieben und dem Händler belastet. Dieser muss, um zu seinem Geld zu kommen, beweisen, dass der Karteninhaber unterschrieben hat.

Daher wird empfohlen, die Bankauszüge laufend zu überprüfen!

Bei diesem elektronischen Lastschriftverfahren wurden offenbar keine Daten abgegriffen, die Presseberichte betreffen es nicht.

Da die Sperrung der EC Karte nur für das unten beschriebene Electronic Cash Verfahren wirkungsvoll ist, empfiehlt die Polizei, einen Diebstahl oder Verlust einer EC-Karte zusätzlich über das Portal der Polizei sperren zu lassen.

Weitere Auskünfte hierzu befinden sich auf dem Portal der Polizei https://www.kuno-sperrdienst.de.

Link zu dem Portal der Polizei.

Bei dem für die Händler sichereren Electronic Cash Verfahren wird online geprüft, ob die Karte gesperrt ist und ob das Konto des Kunden für den Betrag genügend Deckung aufweist. Manche Händler wenden dieses sichere Verfahren nicht an, weil die Banken hierfür Gebühren erheben.

Bei diesem Verfahren soll es nach den Presseberichten und den Feststellung von Monitor (Sendung vom 12.07.2012 21:45 im Internet unter diesem Link auf die Homepage des Bayerischen Rundfunks zu finden) möglich sein, die Daten der Karte und die PIN zu hacken.

Die gehackten Daten können zur Herstellung von gefälschten EC-Karten verwendet werden.

In Deutschland und Europa wird die Echtheit der EC-Karten seit Jahresbeginn 2012 flächendeckend über einen in die Karte eingebauten Chip geprüft. Das Electronic Cash Verfahren kann derzeit nur in Übersee oder Russland mit Karten ohne diesen Chip erfolgen.

Offenbar können gefälschte Karten in Europa nur für das elektronische Lastschriftverfahren verfahren verwendet werden und außerhalb Europas jedoch für bei Zahlungsverfahren.

Mitgeteilt von Herrn vereidigter Buchprüfer, Steuerberater und Rechtsbeistand Kurt Hengsberger, München. Danke.
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