Bayern: Streiks von ver.di ohne größere Auswirkungen

(PresseBox) ( Bad Homburg / Nürnberg, )
"Ohne größere Auswirkungen verliefen die heutigen Streiks von Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern am Flughafen München", darauf wies heute der Vorsitzende der BDSW-Landesgruppe und Verhandlungsführer Gerhard Ameis hin. Es kam weder zu Flugverzögerungen noch gar zu Flugausfällen. Bereits gestern hatten zwischen 03:30 und 7:00 Uhr einige wenige Beschäftigte der Münchener U-Bahnwache gestreikt. Auch dieser Warnstreik verlief ohne größere Auswirkungen auf den U-Bahnbetrieb. Darauf hatten gestern bereits die Stadtwerke München hingewiesen.

Der Arbeitgeberverband BDSW fordert die Gewerkschaft ver.di auf, diese "überzogenen und unnötigen Streikaktionen" zu unterlassen und mit realistischen, beim Kunden auch umsetzungsfähigen Forderungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Zweistellige prozentuale Lohnsteigerungen gefährden die Existenz insbesondere der im BDSW hauptsächlich vertretenen mittelständischen Unternehmen. Der BDSW habe ver.di in der ersten Verhandlungsrunde am 16. Dezember 2013 ein Angebot für die 24.000 Beschäftigten des Sicherheitsgewerbes im Freistaat Bayern in Höhe von 2,8 Prozent für 12 Monate unterbreitet. Bei einem Abschluss über 2 Jahre wurde auch für das zweite Jahr eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent angeboten. Dieses Angebot entspreche im Durchschnitt den Lohnerhöhungen aus den Tarifabschlüssen anderer Branchen der bayerischen Wirtschaft, wie Energie, Kfz-Handwerk, Gebäudereinigung oder auch im Groß- und Einzelhandel", so Ameis.

Entschieden ist den Behauptungen zu einer Verhandlungsverzögerung seitens der Arbeitgeber entgegen zu treten. Die Verzögerungen zum Abschluss eines neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrages hat allein ver.di zu vertreten. Trotz ihrer frühen Kündigungen der Tarifverträge am 11. September 2013 hatte ver.di selbst erst für Anfang Dezember 2013 einen ersten Verhandlungstermin angeboten. An Verhandlungen in den Monaten Oktober und November 2013 war ver.di nicht interessiert. So wollte ver.di offenbar nahe an das Ende der Laufzeit der Tarifverträge und damit der Friedenspflicht am 31. Dezember 2013 kommen, um dann wie gestern und heute geschehen, unnötige Streiks vom Zaun zu brechen.

Zudem hat ver.di offensichtlich erst die Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene, insbesondere zum gesetzlichen Mindestlohn abwarten wollen.

Die Verhandlungsstrategie von ver.di hat also letztlich dazu geführt, dass sie selbst den Arbeitnehmern Lohnerhöhungen ab 1. Januar 2014 vorenthalten hat.
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