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Telekom verliert Argument für VDSL-Regulierungsferien

BREKO: Diskutierter Strategiewechsel bei IP-TV ist ein Eingeständnis

(PresseBox) (Bonn, ) Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Telekom ihre Vermarktungsstrategie für das Internet-TV-Produkt ändern und T-Home möglicherweise doch über das klassische DSL anstatt das neue Glasfasernetz (VDSL) anbieten will. Dem Konzern sei es nicht gelungen, bei den aktuellen Preisen die angepeilten Kundenzahlen zu erreichen. Unklar sei außerdem, ob die Telekom den Ausbau des VDSL-Netzes wie angekündigt weiterverfolge. Dem Wettbewerb soll nach Forderung des Marktführers der Zugang zu diesem Netz zu regulierten Preisen versagt werden. Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO sieht sich durch diesen Strategiewechsel der Telekom bestätigt.



BREKO-Präsident Peer Knauer kommentiert: „Der Ex-Monopolist hatte von Politik und Regulierungsbehörde einen abgesicherten Wettbewerbsvorteil für eine so genannte „bahnbrechende Innovation“ verlangt und sich nach aktueller Sachlage sogar gegen die EU-Medienkommission durchgesetzt. Diesen neuen Markt haben wir nie gesehen. Es ging der Telekom immer nur darum, Internet-Fernsehen besser und schneller an den Kunden bringen und unter Ausschluss des Wettbewerbs möglichst viele Kunden auf das neue VDSL-Netz zu ziehen. Es war immer klar, dass für IP-TV eigentlich keine Bandbreiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde nötig sind. Das räumt die Telekom mit einem möglichen Strategiewechsel nun selber ein. Es ist also höchste Zeit, die drohende Regulierungsfreiheit für die Telekom erneut zu diskutieren.“



Es wäre ein großer Fehler, so Knauer weiter, der Telekom uneingeschränkten Investitionsschutz zu gewähren und damit den Wettbewerbern den Zugang zu den Leitungen zu verwehren. Wettbewerb schafft Wachstum. Seit der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes haben die alternativen Netzbetreiber viel in moderne, leistungsfähige und effiziente Infrastrukturen investiert - rund 20 Prozent aller Investition in TK-Infrastruktur werden von ihnen aufgebracht. Das wichtigste ordnungspolitische Ziel der Telekommunikationspolitik muss es sein, das Vorhaben „Breitband für alle“ konsequent umzusetzen. Die Situation des Breitbandmarktes in Deutschland ist nicht zuvorderst durch die Geschwindigkeit der Breitbandzugänge, sondern vielmehr durch die Zahl der Anschlüsse – die Breitband-Penetration – gekennzeichnet. Nur durch eine flächen­deckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen auch in ländlichen Regionen wird überall in Deutschland für positive Standortfaktoren gesorgt.“

BREKO - Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.

Der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften e. V. (Breko) wurde am 19. April 1999 in Bonn gegründet. Mit ihm streben die City- und Regio-Carrier die Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen, das Fortschreiten des Liberalisierungs- und Deregulierungsprozesses sowie die Förderung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit im Telekommunikationsbereich an. Die Mitgliedsunternehmen sind als Telefondienste-Anbieter mit eigener Infrastruktur neben der Deutschen Telekom die einzigen Unternehmen, die ihren Kunden außer Ferngesprächen auch Ortsgespräche ermöglichen.

Der Verband verfolgt vor allem das Ziel, den Wettbewerb im Ortsnetz zu stärken. Er nimmt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Regulierungsbehörden und Marktpartnern wahr. Zu den wichtigen Ansprechpartnern zählen insbesondere die Bundesregierung, der Deutsche Bundestag, die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), das Bundeskartellamt sowie die Europäische Kommission.

Darüber hinaus initiiert der Verband zwischen seinen Mitgliedsunternehmen geschäftliche Synergieeffekte, z. B. in den Bereichen Billing, Customer Care, Netzzusammenschaltung und Produktentwicklung.

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