Insgesamt 3 378 Insolvenzverfahren im Jahre 2003

Dennoch deutlicher Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen

(PresseBox) ( Potsdam, )
Im Jahr 2003 wurden insgesamt 3 378 Insolvenzverfahren bei den vier Amtsgerichten des Landes Brandenburg beantragt. Das waren 102 Verfahren bzw. rund drei Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. 1 195 der beantragten Verfahren richteten sich gegen Unternehmen. In 2 183 Fällen waren übrige Schuldner (Gesellschafter, Verbraucher, Nachlässe und ehemals selbständig Tätige) von der Insolvenz betroffen.

Mit der Gesetzesänderung vom Dezember 2001 zur möglichen Stundung der Insolvenzverfahrenskosten für natürliche Personen wurde - wie beabsichtigt - der Anteil der eröffneten Verfahren an der Gesamtzahl der Insolvenzverfahren wesentlich erhöht. Während im Jahr 2001 der Anteil der eröffneten Insolvenzverfahren noch bei rund 41 Prozent lag, kamen im Jahr 2002 bereits 67 Prozent aller beantragten Verfahren zur Eröffnung. Im Jahr 2003 wurden mit 73 Prozent fast drei Viertel aller Verfahren eröffnet.

Mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes endeten 33 Verfahren. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger beliefen sich im Jahr 2003 auf knapp 1,6 Milliarden EURO und lagen damit etwas über dem Vorjahresniveau. Die durchschnittlichen Forderungen pro Insolvenzfall lagen bei rund 0,5 Millionen EURO.

Ein deutlicher Rückgang um fast 25 Prozent ist im Bereich der Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. Hier verringerte sich die Anzahl der beantragten Insolvenzverfahren auf 1 195 (2002: 1 592). Die meisten der von der Insolvenz betroffenen Unternehmen hatten ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im Baugewerbe. Dennoch wurde auch in diesem Bereich ein starker Rückgang der Anzahl der insolventen Unternehmen festgestellt (2002: 559; 2003: 372). Im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern) sank die Verfahrensanzahl auf 233 Fälle (- 76). Im Grundstücks- und Wohnungswesen ging die Verfahrensanzahl auf 220 Fälle zurück (- 27). Aus dem Bereich Erbringung sonstiger öffentlicher und persönlicher Dienstleistungen kamen 56 insolvente Unternehmen (- 27). Für das Gastgewerbe wurden 52 (- 40) und für den Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung 51 (- 31) Unternehmenszusammenbrüche gezählt.

Von den insgesamt 1 195 insolventen Unternehmen führten 805 die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. 241 Unternehmensinsolvenzen betrafen Einzelunternehmen, Freie Berufe oder Kleingewerbe. Als Personengesellschaft waren 110 insolvente Unternehmen tätig. Mehr als die Hälfte der insolventen Unternehmen (673) hatten weniger als acht Jahre bestanden. Ein Viertel der betroffenen Unternehmen wurde keine drei Jahre alt.
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