AvD: Autoverbot ändert Feinstaublage in Stuttgart nicht

Selbst bei vollständigem Fahrverbot kaum positiver Einfluss / Industrie und Hausbrand sauberer gestalten / Förderung für Partikelfilter ist sinnvoll

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Der AvD sieht in dem Aufruf der Behörden der Stadt Stuttgart an die Autofahrer, ihr Fahrzeug stehen zu lassen, keine vernünftige Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität. Der Straßenverkehr trägt zu rund 12% zur Luftverschmutzung bei, davon entfallen etwa 4% auf PKW. Selbst bei einem kompletten Fahrverbot käme es deshalb in Stuttgart maximal zu einer Verringerung der Feinstaubwerte um 12%, das heißt, die Werte bleiben oberhalb der Maximalgrenzen.

Bisher durchgeführte Messungen zeigen zudem immer wieder, dass keine wissenschaftlich haltbaren Zusammenhänge zwischen Durchsetzung der Umweltzonen und Einfluss auf die Zusammensetzung der Luft in den Innenstädten existieren. Die Hauptverursacher der hohen Feinstaubbelastungen – gerade bei den Wetterlagen in den Wintermonaten – sind die Emissionen von Industrie und den Heizungen der Privathaushalte.

Aus den wissenschaftlichen Beobachtungen kann zudem abgeleitet werden, dass die meteorologischen Einflüsse wie eben Jahreszeit, aber auch Wind und Sonnenstand, für höhere oder niedrigere Feinstaubkonzentrationen sorgen, weil Schadstoffwolken aus der Stadt weggeblasen oder umgekehrt aus anderen Regionen herantransportiert werden. Ist ja auch logisch: Das Luftvolumen einer Stadt befindet sich schließlich nicht in einem nach allen Seiten abgeschlossenen und kontrollierbaren Raum. Staub in der Luft macht an der Stadtgrenze nicht Halt.

Die erhoffte Reinhaltung der Luft tritt nach Ansicht des AvD durch Fahrverbote und Umweltzonen nicht ein. Die EU-Grenzwerte wurden auch nach Einführung der Umweltzone immer wieder, teils deutlich, übertroffen.

Der AvD befürwortet einen Beitrag des Straßenverkehrs zur Feinstaubreduzierung mit sinnvollen Maßnahmen, wie etwa Katalysator und Diesel-Partikelfilter, für den auch 2016 eine Steuerförderung beantragt werden kann. Der AvD fordert die Bundesregierung auf, alle Maßnahmen gegen Feinstaubbelastungen mit Nachdruck zu verfolgen, um die Bürger nicht weiter fälschlich glauben zu lassen, Einschränkungen des Straßenverkehrs seien die einzig wirksamen Maßnahmen.

 
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