High-Tech Prothese hilft bei Stuhlinkontinenz und Refluxerkrankung

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 1,5 Millionen Euro

(PresseBox) ( Freiburg, )
Hoffnung für Patienten mit Stuhlinkontinenz bringt eine neu entwickelte High-Tech Prothese. Ein Team um Privatdozent Dr. Hans-Jürgen Schrag, Facharzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie des Universitätsklinikums Freiburg, hat erstmals ein druckreguliertes Prothesendesign entwickelt, das zur Behandlung der hochgradigen Stuhlinkontinenz eingesetzt werden kann. Die Prothese wird zusammen mit Prof. Dr. Peter Woias und Dr. Ing. Frank Goldschmidtböing vom Institut für Mikrosystemtechnik und Prof. Gerd Hirzinger und Dr. Thomas Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrttechnik entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit einer Summe von rund 1,5 Millionen Euro bis Ende 2010.

Die Prothese umfasst ein Kompressionsmodul, ein Flüssigkeitsreservoir und eine speziell auf diese Anforderungen abgestimmte und neu konzipierte Hochleistungsmikropumpe. Nach einer erfolgreichen Implantation des Labormusters im Tiermodell geht die Entwicklung in die zweite Runde. Durch eine Systemmodifikation und Neuordnung der Funktionskomponenten, kann die Prothese neben der Therapie der Stuhlinkontinenz auch zur Behandlung anderer Erkrankungen eingesetzt werden. Im Vordergrund steht der Einsatz bei der hochgradigen Harninkontinenz ebenso wie bei der erektilen Dysfunktion. Aber auch als erste druckregulierte und gewebeschonende Prothese für die therapieresistente Refluxkrankheit und als vollautomatisches appetitzügelndes Magenband für Patienten, die an schwerer Adipositas leiden, soll sich das Prothesendesign zukünftig eignen.

In den nächsten Jahren sollen die Pumpentechnologie, die Fernsteuerung und der Akku weiterentwickelt werden. Neben der einfacheren und komfortableren Handhabung für Patient und Arzt bietet die Prothese dann noch mehr Vorteile: Der behandelnde Arzt kann das System per Funk warten, ohne dass der Patient in die Klinik kommen muss. Die Batterie wird sich ohne operativen Eingriff bequem durch die Haut aufladen lassen.
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