ACE kritisiert 'Himmelfahrt der Benzinpreise'

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Die Preise für Kraftstoffe sind zum Himmelfahrtstag so hoch wie noch nie in diesem Jahr.

Der ACE Auto Club Europa berichtete am Mittwoch in Stuttgart, dass der Liter Super Benzin bis auf wenige Ausnahmen bundesweit im Schnitt deutlich mehr als 1,30 Euro kostet. Das vorherige kurzzeitige Jahreshoch bei den Kraftstoffpreisen registrierte der ACE mit rund 1,23 Euro / l Super zuletzt im Zeitraum Februar / März. Der Vorsitzende des Clubs, Wolfgang Rose, kritisierte das Verhalten der Mineralölkonzerne scharf. Wörtlich sagte er: "An vielen Tankstellen sind wir nur noch 30 Cent entfernt von den Höchstpreisen im Sommer des vergangenen Jahres, wo der Liter Super Plus rund 1,60 Euro kostete. Damals lag der Ölpreis aber bei mehr als 150 Dollar pro Barrel, heute bei unter 60 Dollar. Damit ist für jeden offensichtlich, dass die Preise an den Zapfsäulen gegenwärtig zu Lasten der Verbraucher künstlich hoch gehalten werden. Deswegen müssen sich doch auch die Bundesregierung und die europäischen Wettbewerbshüter herausgefordert fühlen. Wir schlagen Bundeskanzlerin Angela Merkel eine konzertierte Aktion der EU-Staaten vor mit dem Ziel, im Interesse der Konsumenten wirklichen Wettbewerb unter den großen Kraftstoffanbietern herzustellen. Wenn es sein muss, dann auch mit dem Mittel der Marktentflechtung.

Es gibt übrigens überhaupt keinen vernünftigen Grund, vor Himmelfahrt die Preise für Kraftstoffe erneut zu erhöhen. Wir sehen vielmehr reichlich Spielraum nach unten.

Dagegen steht aber das mächtige Oligopol der Ölmultis. Das bedeutet, dass eine Handvoll Großkonzerne ihre Einheitspreise Millionen Konsumenten diktieren können. Wettbewerb über Preise findet im Unterschied zur sonstigen Wirtschaft nicht statt. Die wenigen freien Tankstellen haben keine wirkliche Chance, auf dem abgeschotteten Markt eine wirksame Rolle als Preiskorrektiv zu spielen. Sie hängen am Öltropf der Giganten. Die wiederum sind verbündet und verflochten und haben ihre Claims abgesteckt, angefangen von den Bohrlöchern bis hin zu den gemeinsamen Raffinerien, Pipelines und Tanklagern. Über alles das liefert das deutsche Bundeskartellamt lediglich leidenschaftslose Zustandsbeschreibungen, sieht sich rechtlich aber nicht in der Lage einzugreifen und dem Treiben der Multis Einhalt zu gebieten.

Spätestens jetzt muss daher die Politik in Berlin und Brüssel ihre Frühjahrsmüdigkeit abschütteln und für die betrogenen Tankstellenkunden eine Lanze brechen. Bis die Politik Maßnahmen gegen die Wucherpreise ergreift, sollten Autofahrer ihren Tankstopp wenigstens nicht mehr an den teuren Markentankstellen entlang der Autobahnen einlegen. Wir sollten außerdem das Spiel nicht mehr mitmachen, wenn bestimmte Tankstellenketten versuchen, Kunden mit Gutscheinen, Tankkarten und Vorteilspreisen zu ködern; das ist alles Augenwischerei, weil die angeblichen Rabatte zuvor schon eingepreist worden sind."
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