Ermüdung und Bemessung von Stahlschweißkonstruktionen

Teilnehmerkreis

Konstrukteure, Schweißingenieure und -aufsichtspersonen, Mitarbeiter in der Fertigung und alle Mitarbeiter von Fachbereichen der Unternehmen, die Stahl verarbeiten und schweißen (fügen), Lehrkräfte

Seminarziel

Überblick über den neusten Entwicklungsstand zu den verschiedenen Bemessungsmethoden und Festigkeitsnachweisen geschweißter Konstruktionen

Den Teilnehmern werden der aktuelle Entwicklungsstand und zukünftige Entwicklungstendenzen zu den verschiedenen Bemessungsmethoden und Festigkeitsnachweisen geschweißter Stahlkonstruktionen vermittelt. Grundlage sind neueste europäische Normen und Erkenntnisse. Insbesondere die Einführung des EUROCODE 3 bringt verschiedene Veränderungen.

Seminarschwerpunkte sind die neuen Anforderungen an die schweißtechnische Ausführung von Stahltragwerken und die sich daraus ergebenden Veränderungen im Stahlbaubereich durch die Umsetzung der DIN EN 1993 (EUROCODE 3). An konkreten Beispielen werden Bemessungsmethoden nachvollziehbar erläutert und die Unterschiede im direkten Vergleich an Beispielen vertieft.

Seminarinhalt

- Stahlgüteauswahl – Vorgehensweise, Erläuterung der Norm und Berechnungsbeispiel
   - sprödbruchsicher nach DIN EN 1993-1-10 (EUROCODE 3)
   - terrassenbruchsicher nach DIN EN 1993-1-10 (EUROCODE 3)

- Überblick über aktuelle Erkenntnisse zum Festigkeitsverhalten von Schweißverbindungen
  -
Statische Festigkeit
  - Schwingfestigkeit (Betriebsfestigkeit)

- Entwicklungsstand und Überblick über Bemessungskonzepte für statisch und schwingend
  beanspruchte Stahlschweißkonstruktionen
  - Nennspannungskonzept
  - Strukturspannungskonzept
  - Kerbspannungskonzept

- Bruchmechanischer Sicherheitsnachweis

- Schadensakkumulationsrechnung (Restlebensdauer)

- Bemessung und Festigkeitsnachweis nach aktuellen Normen und Richtlinien
  (Vorgehensweise, Erläuterung der Norm, Berechnungsbeispiel und Vergleich
  der verschiedenen Vorgehensweisen)

- ŸDIN EN 1993 (EUROCODE 3) (ruhende und schwingende Beanspruchung, Betriebsbeanspruchung)

- Einbindung von FEM (örtliche Konzepte)

- ŸRichtlinien (IIW-Richtlinie, FKM-Richtlinie)

- Ÿsonstige aktuelle Normen mit Bezug zur Bemessung und Gestaltung von Schweißkonstruktionen

- Praxisbeispiele (Bemessungen, Schadensfälle mit konstruktivem Hintergrund)

Methode

Vortrag, Anwendungsbeispiele und Diskussion

Referent

Dr.-Ing. habil. Frank Riedel (Chemnitz)
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik