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Pressbox: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH - WirtschaftsWoche
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Ifo-Chef: Müssen Wachstumsprognose 2008 von 2,4 auf etwa 2 Prozent senken
Sinn: Arbeitsmarkt kann sich aber vom Abschwung abkoppeln – Reformmüdigkeit der Großen Koalition ist „die wahre wirtschaftliche Gefahr“ für Deutschland
(PresseBox) Düsseldorf, 15.08.2008,
Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung wird seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland nach unten korrigieren - "von 2,4 Prozent vermutlich auf etwa 2 Prozent". Das kündigt Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche an. Grund sei die gegenüber dem ersten Quartal geschrumpfte Wachstumsrate des Bruttoinlandproduktes (BIP) im zweiten Quartal. Für 2009 sagt ifo ein Wachstum von nur noch 1,0 Prozent voraus.
Im Gegensatz dazu hält der ifo-Präsident den Arbeitsmarkt für einigermaßen stabil. Er habe sich "vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt". Noch immer würden mehr offene Stellen gemeldet als im Höhepunkt des vergangenen Konjunkturzyklus. Hier sei eine "echte Trendwende, eine Abkehr von einer Entwicklung, die seit 35 Jahren immer mehr Arbeitslosigkeit brachte" erkennbar. Laut Sinn ist dies vor allem ein Erfolg der Agenda 2010. Sinn appelliert in der WirtschaftsWoche an die Wirtschaftspolitik, "jetzt Kurs zu halten". Solange Deutschland die Agenda nicht "rückabwickele", müsse es auch nicht befürchten, dass sich die "Horrorzahlen, die 2005 aus Nürnberg kamen" - 4,9 Millionen Arbeitslose - wiederholten. Sinn erwartet sogar, dass die Arbeitslosigkeit trotz der konjunkturellen Wende saisonbedingt "für eine Weile" zurückgeht. Er warnt allerdings vor der "reformmüden großen Koalition". Bei ihr und nicht in der Konjunktur lägen aktuell "die wahren wirtschaftlichen Gefahren für Deutschland".
Den Gastbeitrag finden Sie im Wortlaut unter www.wiwo.de/vorab
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