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Großes Marktpotential für Elektroautos in Deutschland
Fast 40 Prozent der Deutschen ziehen Kauf in Erwägung / Prof. Scheer: "E-Mobility braucht intelligente Netze." / BITKOM begrüßt Forderung nach Steuerbefreiung
(PresseBox) Berlin, 11.03.2010,
Vier von zehn Deutschen können sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. Allerdings machen viele einen Kauf von Preis und Komfort abhängig. "Das Marktpotential für Elektroautos ist da. Neben einem entsprechenden Angebot an Fahrzeugen braucht man nun vor allem ein intelligentes Netz für Verkehrssteuerung und Energieverteilung", sagte Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. "Es ist nicht damit getan, den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor und den Tank durch eine Batterie zu ersetzen."
Jeder Dritte würde den Kauf eines Elektroautos davon abhängig machen, dass es nicht teurer ist als herkömmliche Autos. 14 Prozent möchten eine vergleichbare Ausstattung, Reichweite und Platzangebot. Die Mehrheit (55 Prozent) lehnt E-Autos derzeit noch kategorisch ab. In der besonders kaufkräftigen Gruppe der 30 bis 49-Jährigen verhält es sich jedoch genau umgekehrt: 60 Prozent von ihnen könnten sich vorstellen, ein mit Strom betriebenes Fahrzeug zu kaufen.
Bayerns Umweltminister Markus Söder verlangte kürzlich eine "vollständige und unbefristete" KfZ-Steuerbefreiung von Elektroautos sowie über mehrere Jahre hinweg eine Befreiung von der Stromsteuer. "Das ist aus unserer Sicht ein gutes Instrument, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei allein darf es aber nicht bleiben", so Scheer.
Die Bundesregierung will Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität etablieren. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million E-Autos auf den Straßen fahren. "In erster Linie braucht es nachhaltige Infrastrukturinvestitionen. E-Mobility benötigt intelligente Netze", so Scheer.
Über BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.300 Unternehmen, davon 950 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.
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