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Was Laborleiter interessiert!

Nachbericht zum Forum Labormanager/in 2015

(PresseBox) (Saarbrücken, )
Kostenmanagement, Wirtschaftlichkeit, Arbeitsrecht und Nachhaltigkeit standen auf dem Forum Labormanager/in, vom 15.-16. September 2015 in Saarbrücken, im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Die Veranstaltung für Führungskräfte bot eine Mischung aus fachlichem Knowhow, Diskussion und Erfahrungsaustausch.

Kostendruck – ein durchgängiges Problem
„Die Teilnehmer wurden besonders dann hellhörig werden, wenn es um das Thema Kosten ging. Kostendruck ist ein durchgängiges Problem“, berichtete Prof. Stefan Georg von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), der über „Wirtschaftlichkeit und Budgetierung“ sowie über „Wie ein Controller denkt“ referierte, nach der Veranstaltung. Er habe sich deshalb in seinen Beiträgen Zeit genommen, auf Kostenrechnung einzugehen und verständlich zu machen, wie mit den Ergebnissen umzugehen sei.

Wirtschaftlichkeit von Analytiklaboren
Den Eindruck, dass Kostendruck problematisch ist, konnte der Referent Dr. Wolfgang Kreiss bestätigen. In seinem Vortrag „Wirtschaftlichkeit im Analytiklabor“ gab er seine Erfahrungen aus seiner langjährigen Tätigkeit als Abteilungs- und Fachbereichsleiters der Bayer AG und der Currenta weiter. „Es ergab sich eine intensive Diskussion zur Durchführung und Interpretation von Wirtschaftlichkeitsanalysen“, berichtete der Diplom-Chemiker. „Viele Laborleiter müssen sich sehr mit Fragen der Wirtschaftlichkeit beschäftigen und brauchen Werkzeuge und mitunter Unterstützung“.

Spannungsfeld Laborauslastung
Auch der zweite Vortrag von Dr. Kreiss „Preisfindung für Labordienstleistungen“ fand große Resonanz beim Publikum. Sowohl kommerzielle Auftragslabore als auch interne Analytikdienstleister interessierten sich für die Methodik und die praktische Umsetzung der Bepreisung von Analytikleistungen. Dabei wurde das Spannungsfeld deutlich zwischen einer Preisermittlung über eine Zuschlagskalkulation auf die Kosten und dem Vergleich mit Marktpreisen. Da Labore in der Regel sehr hohe fixe Kosten und nur geringe variable Kosten haben, ist die Laborauslastung ein Schlüsselparameter für die Wirtschaftlichkeit. Wie die Laborauslastung ermittelt werden kann und wie sie mit Geräte- und Personalauslastung verknüpft ist, war Gegenstand einer angeregten Diskussion bis hinein in die anschließende Kaffeepause.

Arbeitsrecht für Laborleiter
Im Vortrag von Rechtsanwältin Silke Brombach zeigte sich, dass sich viele Laborleiter trotz ihrer Personalverantwortung in Fragen des Arbeitsrechts nicht sattelfest fühlen. „Ob es um die Vorteile, aber auch Risiken ihrer eigenen Position als (leitende?) Angestellte, um ihre Pflichten im Arbeitsschutz, um Bußgelder bei Verstößen gegen das Mutterschutzgesetz oder um Fragen der Haftung als Laborleiter bzw. Geschäftsführer, um die Tücken des Arbeitszeitgesetzes oder um richtiges Ermahnen und Abmahnen ging, der Aufklärungsbedarf war groß. Die Diskussionen bei Themen wie Betriebsrat, Fehlzeiten und Langzeitkranke, Minderleister und Kündigung wurden äußerst lebhaft geführt“, berichtete der Veranstalter Dr. Roman Klinkner.
Aus den Reihen der Teilnehmer wurde angeregt, dieses wichtige Thema weiter zu vertiefen. „In 2016 werden wir das Thema aufgreifen und mit Frau Brombach einen Infotag über „Arbeitsrecht für Laborleiter“ organisieren“, erklärte Dr. Klinkner im Zuge der Nachbereitung des Forums.

Nachhaltigkeit im Labor
Erstmalig wurde das Thema Nachhaltigkeit auf einem Forum Labormanager/in von Klinkner & Partner angesprochen. Der Vortrag von Frau Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt machte deutlich, dass Nachhaltigkeit enorm an Bedeutung gewinnen wird. „Nachhaltigkeit in Forschung und Labor ist mit den Aspekten Ressourcenverbrauch, steigende Betriebskosten und Umweltschutz verknüpft“, erklärte die Diplom-Chemikerin und Beraterin für Nachhaltige Entwicklung. „Dazu kommen aber auch die Arbeitssicherheit, die Arbeitsbedingungen und die sicheren Prozesse im Labor“, so Hermuth-Kleinschmidt weiter. Diese Aspekte müssten immer mit bedacht werden und oberste Priorität erhalten, denn die Leistung eines Laborabzugs könne nicht beliebig im Rahmen der Energieeffizienz verringert werden, wenn dadurch die Sicherheit des Forschers gefährdet ist.

Merkmale des nachhaltigen Labors
• Geringer Ressourcenverbrauch
• Effiziente Nutzung von Verbrauchsmaterialien und Geräten
• Verringerte Abfälle und Emissionen
• Ökonomischer Laborbetrieb und geringere Betriebskosten
• Forschungsprozesse und Innovationsprozesse sind nachhaltig
• Prinzipien der nachhaltigen Chemie werden angewandt
• Sichere Arbeitsbedingungen und Prozesse
• Kommunikation und Transparenz nach innen und außen
• Integriertes, dokumentiertes Managementsystem
• Verantwortlichkeiten werden zugeordnet
• Unternehmensspezifische Entwicklung einer Nachhaltigkeitskultur

Nachhaltigkeitsreporting – gesetzliche Vorgaben
Ab 2017 wird eine EU-Richtlinie* einen Nachhaltigkeitsbericht für Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern fordern. In der Diskussion im Anschluss an den Nachhaltigkeitsvortrag zeigten sich alle Zuhörer vom Sinn und der Notwendigkeit nachhaltigen Managens überzeugt – allerdings wurden die regulatorischen Ansätze äußerst kritisch gesehen und eine weitere Zertifizierungswelle befürchtet. Außerdem scheinen Konzerne die Verantwortung auf Ihre Lieferanten verlagern zu wollen: so berichtete ein Laborinhaber von einem 200-seitigen Dokument zur Einhaltung ethischer Prinzipien, das er für einen Auftraggeber unterschreiben sollte. *EU-Richtlinie zur Berichterstattung nicht-finanzieller Informationen 2014/95/EU

Außerfachliche Kompetenzen
„Meine Vorträge und mein Workshop waren ein Kompaktdurchlauf durch das, was Laborleiter/innen an außerfachlichen Kompetenzen benötigen: Selbstmanagement, Kommunikation in Zwei-Personen-Situationen, Teambildung und Gruppendynamik“, erklärte der Referent Karl Höppner-Zierow. Der Psychologe und Unternehmenscoach thematisierte auch „Was motiviert Mitarbeiter?“. „Die Gretchenfrage fand neue/alte Antworten auf dem Forum: Authentizität, Fairness, Spielraum und Eigenverantwortung, Identifikation mit dem Unternehmen und richtig dosiertes Lob“, berichtete der Referent weiter.

Führungsalltag
Das Forum Labormanager/in bot auch ein „Schnuppercoaching“ an, das von acht Teilnehmern wahrgenommen wurde. „Gewünscht war ein genaueres Hinsehen auf den Führungsalltag. Themen: schwer zu führende, gut vernetzte Mitarbeiter; schwache Leistungen und sichere Arbeitsverhältnisse; die Kooperation in der Leitungsebene und der Kontakt zum Chef. Weil alle Teilnehmenden sich im gleichen Arbeitsfeld befinden, verstand man sich schnell. Und es gab überraschende Gemeinsamkeiten“, fasste der Psychologe Höppner-Zierow zusammen.

Der Erfahrungsaustausch gibt Auftrieb
Insgesamt wurde die Themenwahl auf dem Forum Labormanager/in 2015 als ausgewogen und praxisnah von den Teilnehmern empfunden. „Vielen Teilnehmern war die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Teilnehmern und Referenten wichtig“, berichtete Dr. Wolfgang Kreiss. „Auch das Abendprogramm des Forums mit Stadtrundgang, der zusätzlich zum touristischen Aspekt auch gute Gesprächsmöglichkeiten bot, wurde sehr begrüßt“, so der Referent weiter.

Das nächste Forum Labormanager/in findet vom 9.-10. Juni 2016 in Potsdam statt.

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Das nächste Forum Labormanagerin, 9.-10. Juni 2016, Potsdam

Dr. Klinkner & Partner GmbH

Die Klinkner & Partner GmbH ist seit 1994 als unabhängiges Beratungshaus in der Laborbranche tätig. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Laboratorien bei der Verbesserung ihrer Effizienz und Qualität zu unterstützen, um ihnen die Anpassung an sich ständig ändernde Marktbedingungen zu erleichtern. Dadurch können Laboratorien ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem Umfeld, das von zunehmender Spezialisierung, von starkem Kostendruck und von hohen Qualitätsanforderungen geprägt ist, verbessern und dauerhaft sichern.
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